Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
WWF-Erfolg: Weniger gewilderte Nashörner in Südafrika
Es ist inzwischen teurer als Gold und soll für Wohlstand, Macht und Erfolg stehen: Das Nashorn-Horn. Auch angebliche Heilkräfte werden ihm zugesprochen. Doch das ist Unsinn – Nashornpulver besteht fast nur aus Keratin, dem gleichen Stoff wie Fuß- und Fingernägel. Trotzdem werden Nashörner illegal gejagt, um ihre Hörner auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.
Umso schöner sind die Nachrichten aus Südafrika, dass dort erstmals weniger Nashörner getötet wurden. Im Jahr 2024 fielen 420 Nashörner der Wilderei zum Opfer. 2023 wurden noch 499 Nashörner gewildert – ganze 307 davon im Naturreservat Hluhluwe-iMfolozi in der Provinz KwaZulu-Natal. Dort war der Rückgang an getöteten Nashörnern im Jahr 2024 mit fast 70% besonders hoch. Ein wichtiger Schritt für den Nashorn-Schutz!
Grund für diese positive Entwicklung war ein drastischer Schritt: eine Enthornungs-Aktion. Im Hluhluwe-iMfolozi Park wurden 2023 mehr als 1.000 Nashörner enthornt, um sie für die Wilderei weniger attraktiv zu machen. Keine leichte Entscheidung – doch die anhaltende Bedrohung machte den Schritt zum Schutz der Nashörner notwendig. Denn die Enthornung der Tiere dämmt wie kaum eine andere Maßnahme die illegale Tötung ein. Die Enthornung ist eine sehr kostspielige und arbeitsintensive Angelegenheit, die der WWF finanziell unterstützte. Und die Aktion scheint Wirkung zu zeigen, wie die aktuellen Zahlen des südafrikanischen Umweltministeriums belegen.
Doch leider ist die Enthornung kein Allheilmittel. Die Wilderinnen und Wilderer scheinen ihre Strategie zu ändern und auch enthornte Tiere zu jagen, um die verbleibenden Stummel zu erbeuten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere Arbeit für den Nashorn-Schutz weiterführen. Die Enthornung ist ein allerletzter Schritt – der WWF setzt sich weiterhin dafür ein, die Wilderei auf andere Art in den Griff zu bekommen. Dazu zählt eine umfassende Nashorn-Schutzstrategie. Diese beinhaltet unter anderem die Intensivierung der Anti-Wilderei-Patrouillen. Der WWF unterstützt seit Jahren die Arbeit vor Ort, stellt Mittel zum Kauf von Ausrüstung und Training für Wildhüter:innen bereit und fördert den Wissensaustausch.
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