Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
ÖsterreicherInnen erteilen illegalem Holz eine klare Absage
Wien/Brüssel, 31. März 2009 – Eine überwältigende Mehrheit der EU-BürgerInnen (92%) will kein illegales Holz am europäischen Markt. Das besagt eine aktuelle Studie von GLOBAL 2000 (Friends of the Earth Austria) und WWF. Die Umfrage bestätigt weiters die Unterstützung der EU-BürgerInnen für eine neue EU-Gesetzgebung, die dem Handel mit illegalem Holz und Holzprodukten in der EU Einhalt gebieten soll. GLOBAL 2000 und WWF Österreich rufen die zuständigen österreichischen PolitikerInnen auf, dem Wunsch der Bevölkerung nachzukommen und eine strenge Gesetzgebung auf EU-Ebene ohne weitere Verzögerungen zu befürworten. „Es ist höchste Zeit, dass die europäischen und somit auch österreichischen PolitikerInnen Verantwortung übernehmen und die Legalität aller Holzprodukte auf dem EU- Markt gewährleisten“, sagt GLOBAL 2000 Regenwaldexpertin Lisa Kernegger.
Laut dieser aktuellen Umfrage, die in 14 EU-Ländern (darunter auch Österreich) durchgeführt wurde, bezweifeln durchschnittlich 56% der befragten EU-BürgerInnen (55% der ÖsterreicherInnen), dass die Holzprodukte, die in der EU erhältlich sind, aus legalen Quellen stammen. Das ist bedauerlich, da es 68 % der EU-BürgerInnen (64% der ÖsterreicherInnen) sehr wichtig ist und weiteren 26% der EU BürgerInnen (27 % der ÖsterreicherInnen) immerhin ziemlich wichtig ist, dass in der EU gehandeltes Holz legal gefällt und gehandelt wird. Eine überwältigende Mehrheit der EU-BürgerInnen (92%) und auch der ÖsterreicherInnen (91%) spricht sich für eine einheitliche EU-Gesetzgebung aus, die gewährleistet, dass Holz und Holzprodukte in der EU legalen Ursprungs sind und dass Firmen, die dieses Gesetz brechen, auch Strafmaßnahmen drohen (EU-weit 92%, Österreich 87%).
„Illegales Holz ist EU-weit leider immer noch ein großes Problem: Geschätzte 16 bis 19 Prozent des in die EU importierten Holzes sind aus illegalen oder verdächtigen Quellen. Daher brauchen wir eine EU-weite und effektive Gesetzgebung, die den Handel mit illegalem Holz und illegalen Holzprodukten stoppt“, betont Kernegger von GLOBAL 2000. „Unsere Umfrage bestätigt, dass eine solche Gesetzgebung auch eine breite öffentliche Unterstützung hat. Daher fordern wir die österreichischen EU-ParlamentarierInnen und die österreichische Regierung auf, den Wünschen der Bevölkerung noch vor den EU-Parlamentswahlen nachzukommen!“
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Regenwaldexpertin und Ökologin: Mag.a Lisa Kernegger, Tel.: 0699/14 2000 22 und E-Mail: lisa.kernegger@global2000.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich
WWF: Geplantes Salzburger Landesentwicklungsprogramm befeuert Flächenfraß
Begutachtungsphase endet am Mittwoch: Regelungen für Gewerbeparks und Einkaufszentren sollen auf Kosten wertvoller Böden gelockert werden – WWF fordert Fokus auf Bestand statt Neuwidmung auf der grünen Wiese
Energiekrise: WWF fordert Spritverbrauchsbremse
Aktuelle Stellungnahme zur geplanten Mineralölsteuer-Senkung – Umweltschutzorganisation fordert Energiespar-Programme und Offensive für öffentliche Verkehrsmittel, um hohe Erdölabhängigkeit zu reduzieren
Ostern ohne bitteren Beigeschmack: WWF fordert entwaldungsfreie Lieferketten für Schokolade
Kakao-Anbau setzt Regenwälder unter Druck – Klimakrise treibt Preise an – WWF plädiert für nachhaltigen Konsum zu Ostern und fordert bessere Rückverfolgbarkeit für Kakaoprodukte
Trockenheit im Seewinkel: WWF warnt vor Lebensraumverlust für Zugvögel
Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten: WWF fordert sichere Routen
Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald













