Ein Jahr vor EU-Deadline sind zentrale Fragen immer noch offen – Lücken und Defizite bei Finanzierung und Einbindung der Öffentlichkeit
Neueröffnung: Besucherzentrum für Storchenfreunde in Marchegg

Wien/Marchegg, 30. März 2012 – Rechtzeitig vor den Osterferien und mit dem Eintreffen der ersten Weißstörche öffnet heute erstmals das neue Storchenhaus im Schloss Marchegg die Tore. Das Besucherzentrum bietet Informationen über Storch & Co, Ausflugsziele, Gastronomie und Nächtigungsmöglichkeiten in der Region sowie einen Shop mit Produkten aus dem Marchfeld. Darüber hinaus können Exkursionen in die March-Auen und zu historischen Sehenswürdigkeiten gebucht werden. „Jährlich besuchen 50.000 Gäste die Storchenkolonie und das Schloss Marchegg. Mit dem neuen Besucherzentrum bieten wir den Gästen eine zeitgemäße Anlaufstelle für einen gelungenen Ausflug“, freut sich der Marchegger Bürgermeister Gernot Haupt.
Das Storchenhaus wurde im Eingangsbereich zum Park des Schlosses Marchegg eingerichtet. Geöffnet ist das Besucherzentrum von 30. März bis 26. Oktober täglich von 10 bis 16 Uhr. Führungen in das Schloss Marchegg finden täglich um 11, 14 und 16 Uhr statt. Exkursionen in die March-Auen bietet der WWF in Kooperation mit dem Verein Auring an und das Heimatmuseum Marchegg veranstaltet auf Anfrage einen geführten Stadtrundgang. Abgerundet wird das Informations- und Exkursionsangebot durch einen Shop mit Bio- und regionalen Produkten – wie Honig, Säften, Tees und saisonalem Gemüse – von Landwirten aus den Gemeinden Marchegg und Weiden.
Träger des Besucherzentrums sind die Gemeinden Marchegg, Weiden sowie der WWF Österreich. Ziel der Kooperation ist es, ein zeitgemäßes Naturtourismus-Angebot zu bieten, sowie eine darüber hinausgehende Betreuung der Besucher. „Wir hoffen, dass wir mit dieser Kooperation einen Brückenschlag zwischen Natur-, Kultur und Regionalwirtschaft schaffen, von der alle Partner und die Region profitieren werden“, blickt WWF March-Thaya-Auen Projektleiter Gerhard Egger in die Zukunft.

Die Marchegger Storchenkolonie ist die größte baumbrütende Kolonie Europas und besteht seit über 110 Jahren. Bis zu 50 Paare brüten dort in bis zu 800 Kilogramm schweren Horsten auf riesigen, hunderte Jahre alten Eichen auf der Schlosswiese. Die Storchenkolonie ist der Besuchermagnet im 1.120 Hektar großen WWF-Auenreservat, einem der beliebtesten Ausflugsziele zwischen Wien und Bratislava im Bezirk Gänserndorf. Drei Rundwanderwege laden zur Erkundung der einzigartigen Auenlandschaft ein, die über 500 gefährdete Tier- und Pflanzenarten beherbergt. Mit etwas Glück kann man neben Meister Adebar auch seinen scheuen Verwandten, den Schwarzstorch, oder Seeadler und Biber beobachten.
Die Stadt Marchegg ist mit seinem Schloss historischer Boden mit herausragender Bausubstanz aus der Zeit König Ottokars. Zur Zeit der Gründung durch König Ottakar im Jahr 1268 war Marchegg eine der größten Städte Europas. Die fast vollständig erhaltene gotische Stadtmauer ist ein beeindruckender Zeitzeuge, der auf einem Rundwanderweg besucht werden kann.
Mehr Informationen zum Storchen-Haus, dem Exkursionsprogramm und den March-Auen auf www.unsere-au.at sowie www.marchegg.at.
Der WWF dankt der Agentur Springer&Jacoby Österreich für die kreative Unterstützung.
Rückfragehinweis und Fotos:
Lisa Simon, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-215, Mobil: 0676/83488215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Erfolg: Tiger kehren in indischen Nationalpark zurück
Seit 2020 unterstützt der WWF ein Umsiedlungsprojekt im Rajaji-Nationalpark in Nordindien. Nun streifen wieder Tiger durch das Schutzgebiet – und sogar Tigernachwuchs wurde gesichtet!
WWF-Erfolg: 15 Sambars in Thailand freigelassen
Im Salakpra Wildlife Sanctuary wurden 15 Sambarhirsche in die Freiheit entlassen. Die Rückkehr der gefährdeten Pflanzenfresser ist ein wichtiger Schritt, um das Ökosystem zu stärken.
WWF: Pottwale, Finnwale und Delfine im Mittelmeer zunehmend bedroht
Schiffsverkehr gefährdet seltene Meeressäuger im Mittelmeer – WWF fordert Tempolimits und Ausweichrouten, um Kollisionen zu verhindern und ist im Einsatz gegen Geisternetze
WWF kritisiert Ausverkauf von Tiroler Naturschätzen
Geplantes Gesetzespaket der Landesregierung weicht Naturschutz auf und begünstigt Konzerne – WWF fordert Aus für “Ablasshandel” und grundlegende Überarbeitung des Entwurfs
Entsiegeln statt versiegeln: WWF fordert Hitzeschutz-Programm
Anhaltende Verbauung und Versiegelung verschärfen Hitze – WWF fordert Entsiegelungs-Offensive, Begrünung in den Städten und Limit für den Bodenverbrauch
Hohe Lebensmittelpreise: WWF fordert Maßnahmen gegen Verschwendung
Reduktion der Verschwendung sollte in jedes Maßnahmenpaket gegen die hohe Teuerung integriert werden – Bundesregierung sollte Lebensmittelspenden erleichtern
UN-Plastik-Verhandlungen: WWF fordert Abkommen gegen tödliche Plastikflut
UN-Plastik-Verhandlungen starten – Plastikmüll als Gefahr für Mensch und Tier – WWF-Weckruf: Tödliche Plastikflut stoppen, bevor es zu spät ist.
WWF-Erfolg: Neuer Meilenstein für Kroatiens Auen
Der erste Kilometer des Bjelobrdska Altarms bei Osijek wurde erfolgreich ausgebaggert – der Auftakt für eine Flusslandschaft, die wieder lebendiger wird. Denn die Renaturierung im 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau kommt sowohl dem Auwald als auch vielen Arten zugute.