Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
Weltfondstag: WWF fordert nachhaltigere Ausrichtung des Finanzmarktes
Wien, 16. April 2013 –Anlässlich des Weltfondstag am 19. April fordert der WWF eine stärkere ökologische und soziale Verantwortung der Finanzbranche. Dem Finanzsektor kommt bei der dringend erforderlichen Umstellung auf eine globale nachhaltige Wirtschaftsweise eine Schlüsselrolle zu. Laut WWF können mehr Transparenz und Nachhaltigkeit in globalen Finanzströmen wesentlich dazu beitragen, ökologische und soziale Missstände zu verbessern. Der WWF Österreich betreibt seit 2006 gemeinsam mit der ERSTE-SPARINVEST zwei nachhaltige Aktienfonds in den Bereichen Umwelttechnologie und Klimaschutz. „Die beiden WWF-Ökofonds garantieren den Kundinnen und Kunden nicht nur strengste ökologische und soziale Anlagekriterien sondern zudem die Unterstützung wichtiger Umweltschutzprojekte. Die ERSTE-SPARINVEST verzichtet auf einen Teil der Verwaltungsgebühren zugunsten von WWF Klimaschutz- und Wasserschutzprojekten. Über eine Million Euro sind dabei seit Beginn der Kooperation bereits zusammen gekommen“, berichtet Armand Colard, Leiter Nachhaltige Investments des WWF Österreich.
Seit 2006 betreiben der WWF Österreich und die ERSTE-SPARINVEST den ERSTE WWF STOCK UMWELT, einen Aktienfonds der weltweit in Unternehmen im Bereich Umwelttechnologie investiert. Im Vordergrund stehen die Themen Wasseraufbereitung und -versorgung, Recycling und Abfallwirtschaft, Erneuerbare Energie, Energie-Effizienz und Mobilität. 2007 wurde die Zusammenarbeit auf einen zweiten Fonds ausgedehnt. Der ERSTE WWF STOCK CLIMATE CHANGE investiert in Aktien von Unternehmen, die zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen. Die Konzentration liegt auf Unternehmen der Solar- und Windkraftbranche. Für beide Fonds gelten strenge branchen- und produktbezogene Ausschlusskriterien, u.a. die Kern- und Gentechnologie, die Rüstungsindustrie, fossile Energieträger sowie Unternehmen, die Kinderarbeit dulden und Menschen diskriminieren. Ein eigens für die beiden Fonds gegründeter unabhängiger Umweltbeirat aus Spezialisten und WWF-Experten berät das Fondsmanagement und überprüft die Einhaltung der Anlagekriterien bei der Titelauswahl.
Eine Million Euro für den Naturschutz
Mit einem Teil der Verwaltungsgebühren der beiden Ökofonds unterstützt die ERSTE-SPARINVEST das Wasserschutz- und Klimaschutzprogramm des WWF. Die Erträge der Kunden werden nicht geschmälert, da die ERSTE-SPARINVEST auf einen Teil ihrer Einnahmen zugunsten der Natur verzichtet. Seit Beginn der Kooperation im Jahr 2006 konnten bereits mehr als eine Million Euro für Umweltschutzprojekte des WWF zur Verfügung gestellt werden. Unterstützt wurde dabei zum einen die Arbeit des WWF im Amazonasregenwald im brasilianischen Juruena-Apui-Gebiet. Das Projekt ist ein bedeutender Baustein des weltweiten WWF-Klimaschutzprogramms, da die Abholzung der Regenwälder bereits heute mit 20 Prozent zum globalen CO2-Ausstoß beiträgt. Zum anderen flossen 750.000 Euro in das WWF Wasserschutzprogramm in Österreich. Schwerpunkte sind der Schutz der letzten intakten Flüsse, Flussrevitalisierungen, Maßnahmen für den ökologischen Hochwasserschutz, der Einsatz für einen umwelt- und sozialverträglichen Ausbau der Wasserkraft, die Schaffung naturnaher Erholungsräume für uns Menschen sowie begleitende Umweltbildungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.
Umweltaktien: eine attraktive Depot-Beimischung
Die Bereiche Umwelttechnologie und speziell Erneuerbare Energien bieten zunehmendes Investmentpotenzial. Die Gesetzgebung im Hinblick auf den CO2-Ausstoß wird strenger und das Bewusstsein für Klimawandelfolgeschäden steigt. Unternehmen passen ihre Produkte und Dienstleistungen an diese neuen Rahmenbedingungen an. Die beiden WWF-Ökofonds haben seit Jahresbeginn 2013 über 10 Prozent an Wert gewonnen und verzeichnen damit einen leichten Aufwärtstrend. „Es scheint nun ein günstiger Zeitpunkt zu sein, Themenfonds im Bereich Umwelttechnologie sowie Erneuerbare Energien in den Fokus zu nehmen. Interessenten sollten jedoch vor einem Kauf unbedingt überprüfen, ob Aktienfonds in ihr persönliches Risikoprofil passen“, so Colard.
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Lisa Simon, WWF Pressesprecherin, Tel. +43-1-48817-215, Mobil: +43-676-83488215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
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