Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Argumente Matznetters verharmlosen wahres Ausmaß der llisu-Tragödie
Wien/Hasankeyf, Finanz-Staatssekretär Christoph Matznetter verharmlost in seinem Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse" (heutige Ausgabe) die Rolle Österreichs im umstrittenen Ilisu-Projekt.
Einerseits ist Österreich kein "kleines Rad im Projekt", sondern als Konsortiumsführer eines jener Länder, die entscheiden, ob und wie dieser Staudamm gebaut wird. Dass "im Vorfeld einige Verbesserungen erzielt werden konnten" ist durch nichts belegt.
Im Gegenteil, in Sachen Umsiedelung und Vertreibung der Menschen wurde bislang keine Einigung mit den Bewohnern der Region erzielt. Die überwältigende Mehrheit der betroffenen Bevölkerung lehnt das Projekt vehement ab.
Es gibt immer noch keine Strategie dafür, die kulturellen Schätze des Tigristales mit ihrer Bedeutung für die ganze Menschheit zu erhalten. Eine der ältesten Kulturregionen der Erde würde einfach in den Fluten untergehen. "Matznetter versucht hier, ein ökologisches und soziales Desaster zu verschleiern", sagt Ulrich Eichelmann vom WWF, der sich gerade vorort im Tigristal befindet. "Wir laden Matznetter ein, hierher zu kommen und sich selbst ein Bild zu machen".
Die bekannte Menschenrechtsaktivistin und Trägerin des Alternativnobelpreises, Bianca Jagger, hält sich derzeit ebenfalls wegen des Ilisu-Staudammprojektes in der Türkei auf.
Sie appelliert an Bundeskanzler Gusenbauer und die gesamte Österreichische Bundesregierung, sich europäischer Grundsätze wie Respektierung von Menschenrechten und Kulturerbe zu besinnen und nicht mit zweierlei Maß zu messen, wenn es um ein Projekt in der Türkei geht: "Ich bin sehr besorgt über die offizielle Position Österreichs, dieses Staudammprojekt zu unterstützen. Ich fordere Kanzler Gusenbauer und die gesamte Bundesregierung auf, die Menschenrechte, das kulturelle Erbe und die ökologischen Schätze der Region zu respektieren und zu schützen. Wenn der Staudamm gebaut wird, verlieren 50.000 Menschen ihre Heimat, jahrtausende alte Kulturschätze versinken in den Fluten und es droht ein ökologisches Desaster, auch für die Nachbarstaaten Syrien und Irak", so der Appell von Jagger.
Bianca Jagger wird gemeinsam mit zahlreichen anderen NGOs am Freitag, den 23. März mit der Pflanzung eines Baumes den "Park der Hoffnung" in Hasankeyf eröffnen. Dieser Park steht als Zeichen der Hoffnung und Solidarität für die gemeinsamen Bemühungen der Menschen, das obere Mesopotamien als eine der wichtigsten archäologischen Regionen der Welt vor der Zerstörung zu bewahren.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-250
Mary Kreutzer, Mary Kreutzer, Koordinatorin Eca-Watch Kampagne, Tel. 0699/19135484
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












