Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Das war die Klimakonferenz COP28: Wichtiger Fortschritt, aber zu wenig Ambition
Am Mittwoch ging die diesjährige UN-Weltklimakonferenz (COP28) zu Ende. Entscheidungsträger:innen aus über 190 Ländern trafen sich in Dubai, um fast zwei Wochen lang über die Umsetzung des Pariser Klimaschutz-Abkommens zu verhandeln.
Die Erreichung des Hauptziels des Pariser Klimavertrags, die Erderhitzung auf 1,5° zu begrenzen, wird immer schwieriger. Umso wichtiger war also eine Einigung auf ambitionierte Maßnahmen! Das Fazit zur COP28: Es gab einen wichtigen Fortschritt, aber trotzdem zu wenig Ambition und Dringlichkeit.
Abkehr von fossilen Brennstoffen eingeläutet
Doch zuerst die guten Nachrichten: Die Weltklimakonferenz läutet die Abkehr von fossilen Brennstoffen ein. Endlich wurde eine längst überfällige Entscheidung zum Übergang weg von Kohle, Öl und Gas getroffen. Erstmals werden fossile Energieträger als Hauptverursacher der Klimakrise in einem Abschlussdokument beim Namen genannt. Doch leider gibt es auch viele Lücken und Schlupflöcher – etwa durch umstrittene und nicht hinreichend verfügbare Technologien. Nach wie vor fehlt es an Ambition und Dringlichkeit.
Zu wenig Verbindlichkeit gibt es auch bei der ersten globalen Bestandsaufnahme zu den Vorgaben für nationale Klimaschutzpläne. Die globale Bestandsaufnahme analysiert, wo die Staatengemeinschaft tatsächlich auf dem Weg zum 1,5-Grad-Limit steht und ob dieses noch erreicht werden kann. Doch es liegt an den einzelnen Staaten, entschlossen voranzugehen und Maßnahmen umzusetzen.
Ein Lichtblick ist der nunmehr handlungsfähige Fonds zur Finanzierung von Verlusten und Schäden für besonders von der Klimakrise betroffene Staaten. Der Fonds muss aber erst ausreichend finanziell dotiert werden. Und solange die Emissionen nicht stärker und schneller reduziert werden, bleibt er nur Symptombekämpfung.
Es ist Zeit, zu handeln!
Nun ist die österreichische Politik gefordert. Die Bundesregierung und Bundesländer müssen handeln. Denn: Mit dem aktuellen Kurs wird Österreich seine Klimaziele deutlich verfehlen! Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern muss deshalb beschleunigt werden. Der Energie- und Bodenverbrauch in Österreich ist viel zu hoch. Und auch der Naturschutz wird politisch vernachlässigt.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Tiroler Lech ist Fluss des Jahres!
Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken












