Spektakuläre Entdeckung: WWF fotografiert erstmals eine Pallaskatze im indischen Hochgebirge – Neue Rekorde zu weiteren Wildkatzen in der Region – Besserer Schutz der Artenvielfalt des Himalajas gefordert
Der Frühling kehrt ein – Saisonstart im Storchenhaus Marchegg am 21. März
Presseaussendung
Marchegg, Wien, am 12. März 2015 – Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn und dem Start der neuen Saison ziehen der WWF und das Storchenhaus Marchegg Bilanz über das vergangene Jahr. Zahlreiche Aktivitäten in den Bereichen Naturschutz und Naturtourismus konnten 2014 erfolgreich umgesetzt werden. Der Marchegger Bürgermeister Gernot Haupt, Obmann des Storchenhauses, freut sich: „Mit mehr als 4.000 Gästen, 850 begeisterten Teilnehmern an insgesamt 74 Führungen und Exkursionen konnten wir im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Plus verzeichnen.“ Mehr als 800 Mannstunden wurden 2014 in die Pflege des Gebiets investiert. „Auf knapp 29 Hektar wurden fremdländische Gehölze zurück geschnitten, vier Wiesen in teils aufwändiger, händischer Mahd gepflegt, und zehn Anhänger voll Müll – alte Forstzäune, Baumschutzhüllen und Treibgut – aus der Au entfernt“, zählt Gerhard Egger vom WWF auf. Als Service für die vielen naturinteressierten Gäste der Au hat der WWF auch heuer wieder einen umfassenden Jahresbericht veröffentlicht, der hier zum Download zur Verfügung steht.
Mit Spannung wird dieser Tage die Rückkehr der ersten Weißstörche aus den Winterquartieren in Afrika erwartet. Im Jahr 2014 gab es zwar sehr viele Brutpaare, durch den trockenen Frühling und den nassen Mai war der Bruterfolg bei den Weißstörchen mit 88 Jungvögeln aber nur durchschnittlich. Auch für gefährdete Greifvögel war es keine gute Saison. Nur vier Milan-Paare haben in der Au gebrütet und die Seeadler hatten letztes Jahr keinen Nachwuchs. Ein Rückschlag war auch der Leitungsanflug eines der besenderten Störche. Das Forschungsprojekt zur Nutzung der Nahrungsflächen konnte deshalb nicht durchgeführt werden.
Das Storchenhaus Marchegg hat sich dagegen sehr gut entwickelt. Die neue Innenraumgestaltung, die Storchen-Webcam und die regionalen Produkte haben letztes Jahr 4000 Gäste angezogen. Mehr als 850 Teilnehmer haben eine unsere vielen Führungsangebote und Exkursionen genutzt. Eine Umfrage unter den Gästen zeigt, dass das Angebot im Schloss und in der Au äußerst positiv beurteilt wird. An weiteren Tourismusangeboten würde großes Interesse bestehen. Wenig erfreulich ist leider die Umweltbilanz unser Gäste: 2014 sind alle befragten Gäste mit dem Auto angereist.
Die Gebietsbetreuung des Auenreservats hat 2014 bei der Pflege tatkräftige Unterstützung bekommen. In einem internationalen „Work-Camp“ haben 14 Jugendliche aus zehn Ländern zehn Tage lang bei der Pflege des Gebiets mitgeholfen. Es wurde Mist eingesammelt, standortfremde Gehölze zurück geschnitten sowie Trockenrasen händisch gemäht. Die Pflege gefährdeter Wald- und Wiesenlebensräume, wie beispielsweise die Baumgartner Alkalisteppe, ist für die Erhaltung vieler gefährdeter Arten wichtig.
Die Saison 2015 hat unterdessen mit einer winterlichen Wanderung auf den Spuren der Adler bereits im Jänner begonnen. Über das Jahr verteilt werden noch zehn weitere spannende Exkursionen für die Gäste und Anrainer der March-Thaya-Auen angeboten. Infos zu allen Exkursionen sind beim Storchenhaus oder auf www.wwf.at/auerlebnis erhältlich. Nach drei Jahren Aufbauarbeit ist das ehrgeizige Ziel des Storchenhauses für 2015 eine kostendeckende Betreuung der Infozentrale. Zudem sollen mehr Gäste motiviert werden mit der Bahn und dem Fahrrad umweltfreundlich anzureisen. In der Au steht heuer alles im Zeichen eines neuen Beweidungsprojekts: Ab dem Frühsommer werden robuste Konik-Pferde auf einer großzügigen Weidefläche grasen. Das Auenreservat soll dadurch noch natürlicher und attraktiver werden.
Alle Termine des Auen-Exkursionsprogramms:
Immer am Laufenden
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Studie: 190 Hektar neue Moorflächen in Österreichs Alpenraum bestätigt
Rund 90 Prozent der neu bestätigten Moore in keinem guten Zustand – WWF fordert Analyse weiterer Potenzialflächen und Moor-Renaturierung
WWF-Erfolg: Neuer Laichplatz für Fische an Tiroler Fluss
Im Rahmen des Projektes INNsieme connect wurden wichtige Kieslebensräume am Schlitterer Gießen wiederhergestellt. Mit vollem Erfolg: Die erste Bachforelle nahm den neuen Laichplatz sofort an.
WWF warnt vor Gewerbepark-Wildwuchs durch neue Autobahnen
Analyse zeigt rasantes Wachstum der Gewerbeflächen – Straßen als Magnet für neue Gewerbeparks – WWF fordert Umdenken in Raumordnungs-, Verkehrs- und Steuerpolitik
Sensationsfund in der Drau: Ausgestorben geglaubter Stör wieder entdeckt
WWF erfreut über überraschenden Fund und bestärkt im Einsatz zur Rettung der letzten Störe – Wiederherstellung von Fluss-Lebensräumen durch ambitionierte Umsetzung des EU-Renaturierungsgesetzes gefordert
Good News: Leopard auf drei Pfoten durchstreift den Kaukasus
Wildtierkameras in Georgien haben einen ganz besonderen Persischen Leoparden gefilmt: Mit nur drei Beinen legt „Aren“ rund tausend Kilometer durch den Kaukasus zurück. Es ist erst der dritte Nachweis dieser Art in zwei Jahrzehnten.
Laichzeit der Fische beginnt – Kies aufgelockert für neues Leben im Bach
INNsieme connect stellt bedeutende Kieslebensräume am Schlitterer Gießen wieder her – Erste Bachforelle nahm neuen Laichplatz zur Fortpflanzung sofort an
Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz: WWF und ÖKOBÜRO fordern grundlegende Überarbeitung
Entwurf zum EABG weist erhebliche Mängel auf – Umweltorganisationen verlangen Naturverträglichkeit, Beteiligung und Rechtsschutz der Öffentlichkeit und ausreichend Ressourcen
WWF-Erfolg: Neugeborene Wisente in den rumänischen Karpaten
Im Țarcu-Gebirge wurden erstmals wieder neugeborene Wisentkälber gesichtet. Die Rückkehr der mächtigen „Architekten des Waldes“ zeigt, wie erfolgreich jahrzehntelange Renaturierungsarbeit sein kann!












