Bund und Länder sollen Gemeinden beim Umbau stark versiegelter Orte unterstützen – Zusätzliche Mittel für Begrünung, naturnahe Gewässer und mehr Wasserrückhalt – EU-Renaturierungsgesetz ambitioniert umsetzen
Die ersten Weißstörche sind in Marchegg gelandet!
Zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr ist dieser Tage der erste Weißstorch der Saison im WWF-Auenreservat in den niederösterreichischen Marchauen gesichtet worden. Nach einer kleinen Erkundungsrunde über Marchegg hat sich der erste Storch auf einem Horst in der Herrschaftsau niedergelassen. In den nächsten Wochen werden die weiteren Störche im Schutzgebiet eintreffen und ihre Nester in den alten Eichen einem Frühjahrputz unterziehen. Üblicherweise beginnt dann im April die Brutsaison. Wer neugierig ist, kann die Störche im WWF-Auenreservat sehr gut dabei beobachten.
Bruterfolg hat sich verbessert
2020 haben wir in den Unteren Marchauen 37 Storchenpaare 91 Junge großgezogen. Die Anzahl der Brutpaare liegt damit im Schnitt der vergangenen Jahren. Der Bruterfolg hat sich gegenüber 2019, mit einem sehr kalten und nassen Mai, deutlich verbessert. Besonders die Anzahl der ausgeflogenen Jungvögel pro Brutpaar war 2020 überdurchschnittlich hoch. Im geschützten WWF-Auenreservat Marchegg erlebt Meister Adebar äußerst günstige Lebensbedingungen. In den Auwiesen und Tümpeln gibt es ein großes Nahrungsangebot. Darüber hinaus weiden hinter dem Marchegger Schloss Konik-Pferde. Sie halten die Vegetation niedrig, schaffen gute Voraussetzungen für einen reichen Bestand an großen Insekten wie Heuschrecken und Käfer und erleichtern dem Storch somit die Nahrungssuche.
Das sind die Bundesländer mit den größten Brutbeständen
In Österreich liegen die größten Brutbestände des Weißstorchs im Burgenland und im Osten Niederösterreichs entlang von Donau, March und Thaya. Während zum Beispiel in Rust die Storchennester auf Hausdächern zum Ortsbild gehören, brüten die Störche in Marchegg großteils in alten Eichen. Das macht diese Kolonie einzigartig in Europa. Außerdem brüten viele Störche am Dach vom Schloss Marchegg und auf weiteren Gebäuden in der direkten Umgebung. Die Nester werden jahrzehntelang bewohnt, gepflegt und ausgebaut. Derzeit könnten bis zu 50 Storchenhorste in den Auen des WWF-Schutzgebietes und in Marchegg genutzt werden. Ende August ziehen die Marchegger Störche im Regelfall über den östlichen Mittelmeerraum wieder nach Afrika.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF und BirdLife fordern „Aktion scharf gegen Giftköder“
Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen
llegaler Tigerhandel: Neuer Report zeigt Schwächen in Südostasiens Justizsystemen
WWF, GuArdean und TRAFFIC analysieren Strafverfolgung in sieben Tiger-Verbreitungsstaaten – Drahtzieher und Geldgeber werden bisher zu selten belangt – WWF fordert verstärkte Kontrollen und internationale Zusammenarbeit
Italienischer Top-Experte kritisiert Tiroler Wolfsabschuss: WWF fordert lückenlose Aufklärung
Zoologe Marco Apollonio bezeichnet Abschuss von Forschungswolf Mirco als „dumm und unnötig“ – WWF verlangt vollständige und transparente Aufklärung durch die Tiroler Landesregierung.
WWF-Erfolg: Mehr Wasser für den Mühlbach
Mehr Wasser, mehr Artenvielfalt: Dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahme an der Grenzmur führt der Mühlbach heute mehr als doppelt so viel Wasser wie früher.
Forschungswolf getötet – WWF kritisiert überzogene Abschusspolitik in Tirol
Artenschutzorganisation fordert Kurskorrektur im Wolfsmanagement – Besenderte Wölfe liefern wertvolle Daten für Herdenschutz und Prävention – Italien forscht, Österreich schießt ab
Kampf gegen Plastikmüll: WWF weitert Offensive gegen Geisternetze im Mittelmeer aus
Plastikkrise im Mittelmeer spitzt sich zu – Bereits vier Tonnen alte Fischereisausrüstung geborgen – Neue Tauchausbildung soll Bergungsmenge bis Jahresende verdoppeln – Ausweitung von Meeresschutzgebieten gefordert
WWF: Portugal investiert groß in Renaturierung, Österreich soll nachziehen
Portugal will 500 Millionen Euro jährlich in Wiederherstellung der Natur investieren – Gemessen an der stärkeren Wirtschaftskraft wären das in Österreich rund 840 Millionen Euro pro Jahr – WWF fordert rasche Vorlage des gesamten Renaturierungsplans von Bund und Ländern













