Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize
Erfolgreiche Bilanz: Stromspar-Initiative erreicht über 40 Millionen Personen
Wien, 29. Februar 2012 – Über 40 Millionen Personen erreichte die Stromspar-Initiative der WWF CLIMATE GROUP von 30. Jänner bis 24. Februar. Der WWF und die acht Unternehmen der Klimaschutzplattform boten österreichweit einfach umsetzbare Stromspartipps, stromsparende Produkte sowie eine eigens entwickelte Ratgeber-App. „Das Ziel der Kampagne war es, möglichst vielen Österreicherinnen und Österreichern zu helfen, sinnlosen Stromverbrauch zu vermeiden. Das haben wir mehr als erreicht“, freut sich Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF Österreich. „Mit den verteilten und verkauften LED-Lampen und Steckdosenleisten werden Österreichs Haushalte über 620.000 Euro Stromkosten einsparen. Zusätzlich haben unsere Stromspartipps jede Österreicherin und jeden Österreicher im Schnitt 4,5-mal erreicht.“
Mehr als 18.000 LED-Lampen und 23.000 Steckdosenleisten mit Ausschaltfunktion wurden im Rahmen der Stromspar-Initiative vom WWF und den Unternehmen der WWF CLIMATE GROUP gratis verteilt und günstig verkauft. Werden all diese Steckdosenleisten und LED-Lampen in den Haushalten verwendet, spart dies über 3,2 Millionen Kilowattstunden unnötigen Strom und damit über 620.000 Euro Haushalts-Stromkosten pro Jahr. Günstige Angebote gab es bei INTERSPAR, EUROSPAR und IKEA. Für IKEA Österreich Country Managerin Giny Boer ist die Stromspar-Kampagne der nächste Schritt in einer lange Reihe an Initiativen: „IKEA arbeitet seit Jahren intensiv an Themen wie LED. Im Vorjahr folgte dann eine mehrstufige Umweltkampagne für und mit unseren knapp 2.500 Mitarbeitern. Und mit der Stromspar-Initiative konnten wir in nur einem Monat mehr als 1,1 Millionen IKEA Besuchern zeigen, wie einfach Strom sparen ist.“
Breite Bewusstseinsbildung: Stromspartipps für 40 Millionen Personen
Vier Wochen lang informierten der WWF und die acht Unternehmen der WWF CLIMATE GROUP österreichweit zum Thema Stromsparen im Haushalt. Hintergrundinformationen und Stromspartipps fanden sich in allen Mitarbeiter- und Kundenmagazinen, im Intranet, in den Geschäftsstellen, auf den Unternehmens-Websites, in Newslettern, auf Facebook, Twitter und der Internetplattform zur Kampagne www.energieferien.at.
A1 versendete beispielsweise ein Info-SMS und einen Info-Newsletter an Kunden. dm drogerie markt und SPAR riefen in ihren Kundenmagazinen active beauty und SPAR Mahlzeit zum Mitmachen auf. Erste Bank und Sparkassen zeigten Info-Spots auf ihren Bankomatgeräten, verteilten WWF-Stromspartipps an Kunden und finanzierten die Entwicklung der WWF Ratgeber-App für Smartphones. Zusätzlich informierte ein TV-Spot mit Helmut Pechlaner im ORF und auf Privatsendern. „Die acht Unternehmen der WWF CLIMATE GROUP haben gemeinsam die Chance Tausende Mitarbeiter und Millionen Kunden in Österreich als Multiplikatoren für ein klimabewusstes Handeln zu gewinnen. Diese Reichweite konnten wir im Rahmen der Stromspar-Initiative bestmöglich nutzen“, so Thomas Köck, Geschäftsführer Expansion dm drogerie markt.
Umweltschutz beginnt beim Mitarbeiter
Neben Kundeninformation setzten die Unternehmen der WWF CLIMATE GROUP vor allem auf Bewusstseinsbildung bei den eignen Mitarbeitern. A1 veranstaltete beispielsweise mit WWF-Experten eine Energiespartour an elf Unternehmensstandorte in ganz Österreich. Pfanner und Allianz legten den Lohnzetteln ihrer Mitarbeiter den WWF-Ratgeber zur Vermeidung von Standby-Stromverbrauch bei. Fronius, A1, Allianz, Erste Group, IKEA boten ihren Mitarbeitern im Intranet Hintergrundinformationen und Stromspartipps.
„Umweltschutz beginnt bei jedem einzelnen Mitarbeiter“, ist Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender Allianz Gruppe Österreich überzeugt. „Die Allianz Gruppe hat deshalb im Rahmen einer breit angelegten unternehmensinternen Kampagne unter anderem gratis 10.000 Steckdosenleisten mit Ausschaltfunktion an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt.“
Sinnlose Verschwendung: Haushalts-Stromverbrauch von fast ganz Wien kann eingespart werden
„Österreichs Haushalte verbrauchen jedes Jahr unnötigen Strom im Wert von über 650 Millionen Euro. Das sind mehr als 20 Prozent des heimischen Haushaltsstromverbrauchs, die durch einfachste Maßnahmen eingespart werden können“, verdeutlicht Aichberger. „Würden alle Österreicherinnen und Österreicher sinnlosen Standby-Stromverbrauch vermeiden, Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzen und beim Neukauf von Haushaltsgeräten auf die sparsamsten Produkte setzen, könnte der Haushaltsstrom-Verbrauch von rund 10-mal der Stadt Linz oder von fast ganz Wien eingespart werden.“ Auf dieses Stromsparpotential in Österreichs Haushalten machte der WWF gemeinsam mit den acht Unternehmen der Klimaschutzplattform WWF CLIMATE GROUP im Rahmen einer österreichweiten Stromspar-Initiative aufmerksam. Von 30. Jänner bis 24. Februar 2012 boten die Naturschutzorganisation und die Unternehmen Stromspar-Tipps, Einkaufsratgeber sowie stromsparende Produkte.
Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Lisa Simon, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel. 01-48817-215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at.
WWF CLIMATE GROUP: Grüne Lösungen aus der Wirtschaft
Die 2007 gegründete WWF CLIMATE GROUP ist eine Plattform österreichischer Branchenleader und Klimaschutzvorreiter verschiedenster Sektoren. Die Unternehmen verbindet das Ziel, ihre CO2-Emissionen innerhalb von drei Jahren um 15 Prozent zu reduzieren, Bewusstseinsbildung bei Kunden und Mitarbeitern sowie klimafreundliche Angebote und Aktivitäten zu fördern. Zu den aktuell acht Mitgliedern der WWF CLIMATE GROUP zählen das Einrichtungsunternehmen IKEA, der Finanzdienstleistungskonzern Allianz, das Telekommunikationsunternehmen A1, der Getränkehersteller Pfanner, der internationale Technologiekonzern Fronius, der Drogeriefachhändler dm drogerie markt, der Finanzdienstleister Erste Group und der Lebensmitteleinzelhändler SPAR. Weitere Informationen auf www.climategroup.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Vergiftete Gänsegeier: Neue Spuren im Kärntner Giftfall
WWF und BirdLife: Aktuelle Genanalyse des Mageninhalts liefert neue Erkenntnisse zur Vergiftung – Wölfe könnten das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein
Artenschutz: WWF-Studie stellt Bundesländern schlechtes Zeugnis aus
WWF-Bundesländerbarometer: Nur vier von 35 Bewertungen erreichen gute Umsetzung – Große Defizite beim Management von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf – Lichtblick beim Seeadler
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt












