Ein Drittel der Teuerung geht auf höhere Treibstoff- und Heizölpreise zurück – WWF fordert mehr Energieeffizienz, Abbau umweltschädlicher Subventionen und naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien – Spritpreisbremse nahezu wirkungslos
Greenwashing bei EU-Taxonomie: WWF leitet rechtliche Schritte ein
Atomkraft und Erdgas sollen nachhaltige Investitionen sein? Im Kriterienkatalog der EU, der Klima-Taxonomie, wird das zumindest so behauptet. Das lassen wir als WWF nicht so stehen: Mit drei anderen NGOs haben wir rechtliche Schritte gegen das Greenwashing von fossilem Gas eingeleitet. Zuvor gab es bereits einen Veto-Versuch gegen die Aufnahme von Atomkraft und Erdgas, der aber im Juli im EU-Parlament gescheitert ist. Österreich hat bereits angekündigt gegen die Aufnahme der Hochrisikotechnologie Atomkraft in die Taxonomie zu klagen. Das ist gut und wichtig, greift aber zu kurz:
Denn fossiles Gas ist mindestens so klimaschädlich wie Kohle. Außerdem ist es teuer und gerade in Zeiten der Energie- und Klimakrise alles andere als eine nachhaltige Option. Die Ergänzung, durch die fossiles Gas im Kriterienkatalog für nachhaltige Investitionen aufgenommen wurde, muss wieder aufgehoben werden. Falls das nicht passieren sollte, können wir uns mit den anderen NGOs an den Europäischen Gerichtshof wenden.
Nur dann, wenn Gas und Atomkraft nicht mehr Teil der EU-Taxonomie sind, kann dieser wieder zum Goldstandard für grüne Finanzen werden. Denn eigentlich ist der Kriterienkatalog eine gute Idee – aber er muss wissenschaftsbasiert und glaubwürdig bleiben.
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