Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
H&M reduziert Wasserverbrauch in Kooperation mit WWF
Stockholm, 24. Jänner 2013 – Die Modekette H&M hat in Kooperation mit der Umweltorganisation WWF eine neue Strategie zur Reduktion ihres Wasserverbrauchs angekündigt. Die Maßnahmen erstrecken sich auf die gesamte Produktionskette und sollen sich besonders auf Flusseinzugsgebiete in Produktionsschwerpunktländern der Modekette positiv auswirken. Der WWF wird an der weltweiten Umsetzung dieser Strategie in den nächsten drei Jahren mitwirken.
Im Jahr 2012 haben der WWF und H&M eine umfassende Evaluation der Wasserstrategie des Konzerns unternommen. Dabei wurden besonders die landwirtschaftliche Produktion der Fasern, das Färben und die Waschprozesse untersucht. Wie der WWF betont, hat bisher keine andere Modekette eine so umfassende globale Wasserverbrauchsstrategie.
„Wasser ist ein wertvoller Rohstoff für H&M und wir werden dafür sorgen, dass Wasser in unserer Wertschöpfungskette verantwortlich eingesetzt wird. Wir werden den Wasserverbrauch in unseren Prozessen minimieren, die Umwelt schützen und die Wasserversorgung für die jetzige und kommende Generation sichern. Wir freuen uns über die Partnerschaft mit dem WWF und hoffen, dass andere diesem Beispiel folgen werden“, sagte Karl-Johan Persson, Vorstandsvorsitzender von H&M.
„Die Partnerschaft mit H&M ist ein Meilenstein in unserer Arbeit mit internationalen Unternehmen zur Senkung des Wasserverbrauchs. H&M versteht, dass der langfristige Konzernerfolg vom Zugang zu Wasserressourcen abhängt. Der Konzern versteht ebenso seine soziale Verpflichtung, als guter Nachbar in den beteiligten Ländern auch auf die Ressourcen zu schauen. Die Wasserstrategie von H&M ist ein integraler Bestandteil ihres Business-Plans. Wir hoffen, dass andere Unternehmen diesem Beispiel folgen werden“, sagte der Generaldirektor des WWF-International, Jim Leape.
Um die Prinzipien der Wasserstrategie zu verankern, erhalten Designer, Händler und Mitarbeiter Schulungen zur nachhaltigen Wassernutzung in den Bereichen Rohstoffproduktion sowie Textilbearbeitungsverfahren. H&M wird auch die interne Effizienz des Wasserverbrauchs und den ihrer Lieferanten steigern. Weiters werden der WWF und der Konzern mit Politikern, NGOs, Wasserbehörden und anderen Unternehmen zusammenarbeiten, um das Management der Flussgebiete in China und Bangladesch, Produktionsschwerpunktländern von H&M, zu verbessern. H&M wird außerdem den Wasserschutz am Yangtse-Fluss in China unterstützen.
Heute leben 2,7 Milliarden Menschen, das sind 40 Prozent der Weltbevölkerung, in Flusseinzugsgebieten, die unter einer ernsthaften Wasserknappheit mindestens einmal im Jahr leiden. Das hat der WWF Living Planet Report 2012 ergeben. Ein Drittel der Fabriken, die in Nassprozessen Kleidung für H&M produzieren, befinden sich in solchen Gebieten oder werden bis 2025 dort angesiedelt sein.
Die neue Wasserstrategie von H&M wird in 48 Ländern und 2.700 Geschäften weltweit umgesetzt, wobei 750 Lieferanten und Produzenten erreicht werden. 94.000 Angestellte des Konzerns werden über die neue Strategie informiert. Mehr als 1.000 Mitarbeiter in den Verkaufsgeschäften und der Produktion sind direkt in die Umsetzung involviert.
Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Lisa Simon, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel.: +43-1-48817-215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.













