Rahmenbedingungen für Klimaneutralität 2040 längst überfällig – Industriellenvereinigung verhindert zahlreiche Energiegesetze und schadet sich selbst
Naturschutz-Ranking: Armutszeugnis für Österreich
Wie steht es um Österreichs Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume im Vergleich zu anderen EU-Ländern? Sehr schlecht, wie der aktuelle Bericht „State of nature in the EU“ der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt. Vorallem der Zustand der bewerteten Tier- und Pflanzenarten ist erschreckend – über 80% sind in einem „mangelhaften“ bis „schlechten Zustand“. Hier belegt Österreich den vorletzten Platz von 28 untersuchten Ländern.

Armutszeugnis für "Umweltmusterland" Österreich
Österreichs gerne und oft zitierte Rolle als Umweltmusterland ist ein reiner Mythos. Im Europavergleich sind wir nur noch Nachzügler. Die Antwort auf dieses Armutszeugnis muss ein ambitionierter Aktionsplan zum Schutz der biologischen Vielfalt und eine Reduktion des viel zu hohen Bodenverbrauchs sein. Wir sehen die Bundesregierung und die Bundesländer in der Pflicht, einen konkreten Biodiversitäts-Aktionsplan vorzulegen. Es braucht eine ausreichende Finanzierung und ein deutlich besseres Monitoring geschützter Lebensräume und Arten. Derzeit gibt es hier noch massive Defizite.
Österreich im EU-Naturschutz-Ranking – Analyse
Alle fünf Jahre bewertet die Europäische Umweltagentur (European Environment Agency) den Zustand von Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume im Ländervergleich. Als Basis dienen hier offizielle Berichte der Mitgliedstaaten. So ist zum Beispiel Österreichs Luchs-Population in keinem "guten Zustand". Die Großkatzen sind erneut vom Aussterben bedroht.
Wir haben die aktuellen Ranking-Daten analysiert – sie zeichnen ein alarmierendes Bild der Lage heimischer Ökosysteme:

83% der bewerteten Tier- und Pflanzenarten weisen einen „mangelhaften“ bis „schlechten Zustand“ auf. Damit liegt Österreich auf dem vorletzten Platz von 28 untersuchten EU-Ländern – nur Kroatien schneidet noch schlechter ab. Zudem befinden sich 79% der bewerteten Lebensräume in keinem „guten Zustand“ – auch hier landet Österreich mit Platz 18 nur im hinteren Mittelfeld.

Österreichs Natursünden
Hauptverantwortlich am schlechten Zustand der Pflanzen- und Tierarten sowie ihrer Lebensräume in Österreich sind die Übernutzung und Verschmutzung der Natur – etwa durch intensive Land-, Forst- und Wasserwirtschaft – sowie die viel zu starke Verbauung des Landes. Besonders dringend ist die Reduzierung des Bodenverbrauchs. Jeden Tag verschwinden in Österreich rund 13 Hektar Grünflächen unter Beton und Asphalt – das entspricht etwa 18 Fußballfeldern. Der Flächenfraß hat längst jedes naturverträgliche Maß überschritten und trägt maßgeblich zum schlechten Zustand vieler Arten und ihrer Lebensräume bei.
Petition: "Stoppt die Verbauung Österreichs"
Die Antwort auf dieses Armutszeugnis muss ein ambitionierter Aktionsplan zum Schutz der biologischen Vielfalt und eine Reduktion des viel zu hohen Bodenverbrauchs sein. Noch ist es nicht zu spät. Noch können wir Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten schützen und vor dem Aussterben bewahren. Die Politik darf unsere Zukunft nicht aufs Spiel setzen und muss dem Schutz der Biodiversität viel mehr Gewicht geben.
Mit unserer Petition gegen den Flächenfraß unter dem Motto "Natur statt Beton" fordern wir von der Österreichischen Bundesregierung einen Bodenschutz-Vertrag. Innerhalb weniger Wochen haben bereits über 9.000 Menschen unterschrieben. Hilf auch du uns, den Flächenfraß zu stoppen. Hier geht’s zur Petition "Natur statt Beton. Stoppt die Verbauung Österreichs!": https://www.natur-statt-beton.at/petition
Download des Berichts "State of nature in the EU" der EEA – European Environment Agency: https://cutt.ly/ggfo12M
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