Gleich zwei Zwillingsgeburten bei den Berggorillas im Virunga-Nationalpark sorgen für Aufsehen. Feldteams konnten bereits beobachten, dass die Tiere innerhalb ihrer Familie einen bemerkenswerten Zusammenhalt zeigen.
Österreich braucht starke Klimaziele
Presseaussendung Greenpeace, GLOBAL 2000, WWF
Wien, 26. Juni 2015 – Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000, WWF und Greenpeace präsentierten heute gemeinsam ein nachhaltiges Energieszenario für Österreich und fordern die Bundesregierung auf, ambitionierte Ziele für Österreichs Energie- und Klimapolitik zu beschließen. Laut dem vorgestellten Szenario muss Österreich bis 2050 vollständig auf Erneuerbare Energien umsteigen, seinen Endenergieverbrauch um 50 Prozent halbieren und die Treibhausgasemissionen um 90 Prozent verringern. Nur so könne Österreich einen wirksamen Beitrag zur Erreichung des Zwei-Grad-Ziels leisten und Investitionssicherheit für die Wirtschaft gewährleisten.
„Österreich zahlt mehr als elf Milliarden Euro netto für die Versorgung mit klimaschädlichen fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas“, kritisieren die drei Organisationen. Das heute von WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace präsentierte Konzept „Energiezukunft Österreich“ enthält ein umfassendes Szenario, das Ziele und Handlungsbedarf für Wirtschaft, den Energiesektor, den Verkehr, die Landwirtschaft und für private Haushalte und KonsumentInnen aufzeigt. Mit einem gut durchdachten Energie- und Klimapaket können zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, rechnen die Organisationen vor. Voraussetzung dafür sind die politischen Rahmenbedingungen der Bundesregierung und des Parlaments, die nicht nur für die kommende UN-Klimakonferenz in Paris, sondern auch für die Jahrzehnte danach gelten müssen. „Angesichts der negativen Folgen des Klimawandels, der die Welt und auch Österreich noch viele Jahrzehnte beschäftigen wird, braucht es langfristige Ziele, die über die Legislaturperioden und Parteigrenzen hinaus gehen“, so die Vertreterinnen von Greenpeace, GLOBAL 2000 und WWF.
„Der derzeitige verschwenderische Energieverbrauch kann mit heimischen erneuerbaren Energien nicht abgedeckt werden. Österreich braucht eine Investitionsinitiative in Energieeffizienz und Energiespartechnologien. Der Endenergieverbrauch muss bis 2050 halbiert sein um gleichzeitig Österreichs wertvolle Naturschätze zu sichern“, so WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides.
„Wir brauchen jetzt im Vorfeld der Klimakonferenz von Paris ein deutliches Signal der österreichischen Bundesregierung, dass die Zukunft den erneuerbaren Energien gehört. Österreich muss den vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energie bis 2050 beschließen und mit einem gut durchdachten Klimaschutzpaket zehntausende Arbeitsplätze schaffen“, so Leonore Gewessler, GLOBAL 2000 Geschäftsführerin.
Hanna Simons, Direktorin für Umweltpolitik bei Greenpeace: „Um den Klimawandel erfolgreich zu bekämpfen, braucht es neben einem weltweiten Klimaschutzabkommen starke nationale Klimaschutzstrategien. Der faire Anteil Österreichs beträgt minus 50 Prozent Treibhausgase bis 2030 und minus 90 Prozent bis 2050. Österreich muss dies mittels einer integrierten Energie- und Klimastrategie umsetzen.“
Weitere Informationen:
Claudia Mohl, Pressesprecherin WWF: Tel. 01-48817-250 oder 0676-83488203, Email: claudia.mohl@wwf.at
Mag. (FH) Karin Nakhai, Pressesprecherin GLOBAL 2000: Tel.: 0699 142 000 20, Email: karin.nakhai@global2000.at
Kristina Schubert, Pressesprecherin Greenpeace: Tel 0664-6103998, E-Mail: kristina.schubert-zsilavecz@greenpeace.org.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neue Salzburger Wolfsverordnung widerspricht europäischem Artenschutzrecht
Naturschutzorganisation kritisiert die geplanten anlasslosen Tötungen von Wölfen – Vorgehen gegen geschützte Wildtiere ist in Salzburg völlig überschießend
WWF: Interne Akten zeigen schwere Mängel beim Kraftwerksausbau Kaunertal
23 Nachforderungen, jede zweite betrifft Sicherheitsfragen – Tiwag-Unterlagen unvollständig, zentrale Risiken trotz Nachreichungen immer noch ungeklärt – WWF fordert Stopptaste für UVP
Dramatischer Rückgang: Kaiserpinguine jetzt „stark gefährdet“ – WWF fordert raschen Klimaschutz
Antarktis-Lebensraum zunehmend bedroht – Kaiserpinguine auf der Roten Liste der IUCN hochgestuft – WWF fordert dringend bessere Arten- und Klimaschutzmaßnahmen
Biber als Klima-Helden: Streng geschützte Art schafft effektive Kohlenstoffsenken
Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung













