Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Silvester: Stressnacht für Tiere und Umwelt – WWF fordert Verbot von Böller-Verkauf
Angesichts der jährlichen Lärm- und Feinstaubbelastung durch Silvesterfeuerwerke fordert der WWF Österreich mit einer Petition ein umfassendes Verbot von Böllern und Raketen. “Silvester bedeutet für viele Wild- und Haustiere enormen Stress. Lärm, Lichtblitze und Gestank lösen panikartige Reaktionen aus”, warnt Hanna Simons, Programmleiterin des WWF Österreich. Außerdem wirkt sich der Feinstaub negativ auf Umwelt und Gesundheit aus. Der WWF appelliert daher an die Bundesregierung, Verkaufsverbote für Personen ohne Pyrotechnikausweis für Feuerwerkskörper der Klasse F2 – auch Kleinfeuerwerk genannt – einzuführen. “Die bereits jetzt gültigen Verwendungsverbote im Ortsgebiet und in der Nähe von Krankenhäusern oder Tierheimen können in der Praxis nicht durchgesetzt werden und reichen daher nicht aus, um Tiere, Natur und Menschen zu schützen”, so Simons. Daher sollen der Besitz und die Nutzung pyrotechnischer Produkte außerhalb professioneller Veranstaltungen konsequent reguliert werden. “Was wir brauchen, ist ein klares, ganzjähriges Verbot von Feuerwerken in Schutzgebieten, in der Nähe von Gewässern und bei wichtigen Brutplätzen von Vögeln“, sagt Simons.
Die schmutzige Seite der Silvesternacht
Trotz bestehender Regelungen wie dem Verbot im Ortsgebiet und in der Nähe von Tierheimen, Krankenhäusern und Altersheimen wird vielerorts weiter gezündelt. Die Schäden sind jedes Jahr aufs Neue sichtbar. Pyrotechnik und deren Rückstände führen zu messbarer Luftverschmutzung sowie einer Belastung von Böden und Gewässern. Jedes Jahr bleiben hohe Feinstaubwerte, krebserregende Schadstoffe, Müllberge und Mikroplastik als schmutzige Seite der Silvesternacht zurück. Zudem führen gefährliche Feuerwerkskörper, die derzeit noch an Jugendliche ab 16 Jahren verkauft werden dürfen, zu Bränden, Unfällen und sogar Todesfällen. „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung Verantwortung übernimmt: Silvester muss nachhaltiger, tierfreundlicher und sicherer werden“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons.
Die Auswirkungen von Feuerwerken und Böllern auf Wildtiere sind besonders gravierend: Sie können Zug- und Wanderverhalten beeinträchtigen, zu Fluchtreaktionen führen oder Fortpflanzungsprozesse stören. Als tier- und umweltschonende Alternativen nennt der WWF moderne Lichtshows oder Lasertechnik, die weder Tiere noch Menschen belasten und gleichzeitig stimmungsvolle Silvesterfeiern ermöglichen.
News
Aktuelle Beiträge
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel
Frühes Zeichen des Frühlings: erster Weißstorch des Jahres in Marchegg
Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur









