Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
Wale als Klimaschützer: WWF fordert besseren Schutz für “wandernde CO2-Speicher”
Anlässlich des Welttags der Wale am 16. Februar fordert die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) verstärkte Schutzmaßnahmen für die Meeressäuger. Denn Wale sind nicht nur unverzichtbar für den Nährstoffaustausch in den Meeren, sondern speichern auch riesige Mengen an CO2 und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. “Wale sind wandernde CO2-Speicher. Ein Wal kann im Laufe seines Lebens so viel klimaschädliches CO2 in seinem Körper binden wie 1.000 Bäume. Wer Wale schützt, schützt also auch das Klima”, sagt WWF-Meeresexperte Axel Hein. Mit ihrem Kot düngen Wale zudem das Meer: Ihre Ausscheidungen fördern das Wachstum von Phytoplankton, das wiederum CO2 bindet und Sauerstoff produziert. Durch ihre weiten Wanderungen und Tauchgänge in große Tiefen durchmischen sie die Wassermassen zusätzlich. “Wale sind nicht nur Klimaschützer, sondern auch die Gärtner der Ozeane. Das macht sie unverzichtbar für das maritime Gleichgewicht. Sie brauchen dringend weltweit besseren Schutz”, sagt Hein vom WWF Österreich.
Denn trotz erfolgreicher Artenschutzmaßnahmen gelten heute noch immer sechs der 13 großen Walarten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht: Finnwale, Pottwale, Blauwale, Seiwale und nordatlantische sowie nordpazifische Glattwale. Die größten Bedrohungen für die Tiere sind Beifang, Geisternetze, Kollisionen mit Schiffen, Plastikverschmutzung, Lärm und die Auswirkungen der Klimakrise. “Damit sich die Bestände erholen können, müssen Schutzgebiete weltweit ausgeweitet, besser vernetzt und menschliche Bedrohungen reduziert werden. Nur so können Wale ungestörter leben”, sagt Axel Hein vom WWF.
“Blaue Korridore” besonders schützen
Zur Fortpflanzung und zur Nahrungssuche sind Wale auf regelmäßige und weite Wanderungen durch die Ozeane angewiesen. Werden diese Routen durch die Schifffahrt und Fischerei gestört, ist das für den Fortbestand ihrer Art besonders dramatisch. Der WWF fordert daher dringend diese sogenannten “Blauen Korridore” unter Schutz zu stellen: “Die Wanderwege der Wale gleichen derzeit tödlichen Hindernisparcours. Wir müssen ihre Routen besser sichern. Nur dann können Wale ihre wichtigen Funktionen für die Meere und letztlich auch für uns Menschen erfüllen”, sagt Hein.
Bilder zum Download hier.
News
Aktuelle Beiträge
Inn-Aktionstag: Freiwillige aus drei Ländern im Einsatz für die Natur
Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel
Frühes Zeichen des Frühlings: erster Weißstorch des Jahres in Marchegg
Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf










