In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Wolf, Bär & Co: EU stellt mehr Mittel zur Verfügung
Wien, am 18. Jänner 2019 – Österreichs Bundesländer erhalten die große Chance, mehr EU-Gelder in ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Menschen mit Arten wie dem Wolf, aber auch dem Fischotter oder Biber, zu investieren. Außerdem gibt es in Zukunft die Möglichkeit, diese vorbeugenden Maßnahmen zu 100 Prozent zu finanzieren. Das war bisher nicht möglich. Die EU-Kommission hat nun ihre Beihilferegeln geändert. Diese geben vor, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe die EU-Mitgliedstaaten landwirtschaftliche Betriebe finanziell unterstützen können, ohne den Wettbewerb innerhalb der EU zu verzerren. Details sollen von EU-Agrarkommissar Phil Hogan heute Freitag anlässlich der Grünen Woche in Berlin dem Deutschen Bundestag vorgestellt werden.
Der WWF Österreich begrüßt diesen Schritt und schlägt vor, dass die von der EU in Aussicht gestellten Beträge auch zur Aufstockung der Finanzierung des Österreichzentrums Wolf, Luchs, Bär herangezogen werden, um die geplanten Finanzmittel des Bundes und der Länder zu ergänzen. „Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Erstmals können konkret EU-Mittel für vorbeugende Maßnahmen im Artenschutz abgerufen werden. Darunter fällt dezidiert auch die Vermeidung und Kompensation von Schäden im Zusammenhang mit geschützten Tierarten wie dem Wolf“, so Pichler. „Herdenschutz sollte überall dort, wo der früher ausgerottete Wolf wieder zurück ist, zur Praxis der Nutztierhaltung gehören.“
Neben den Maßnahmen zur Prävention, können die EU-Gelder auch für die Abgeltung entstandener Schäden verwendet werden. Auch dies wäre auch ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Österreichischen Wolfsmanagement-Plans. Der WWF hofft, dass nun endlich gemeinsam mit allen Betroffenen tragfähige Lösungen erarbeitet werden, die langfristig funktionieren. Diskussionen über rechtlich und naturschutzfachlich fragwürdige Maßnahmen wie die Tötung oder Vergrämung einzelner Wölfe, sollten ein Ende haben.
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
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