Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
WWF begrüßt Wüstenstromprojekt „Desertec“ aber warnt vor Jubel
Wien, 14. Juli 2009 – Die Umweltorganisationen WWF begrüßt die Desertec-Initiative des deutschen Energie- und Finanzkonsortiums zum Bau von Solarkraftwerken in Nordafrika und im Nahen Osten. Der WWF strebt langfristig eine Energieversorgung mit Hundert Prozent Erneuerbarer Energie an.
Deshalb ist es vernünftig, wenn sich der internationale Handel mit Erneuerbaren Energien verstärkt, denn manche Länder haben bessere Möglichkeiten zur Produktion von sauberen Energieformen als andere. Die Umweltorganisation fordert aber vom neuen Solar-Konsortium, dass die Länder, in denen der Solarstrom produziert wird, ebenfalls von Desertec profitieren müssen: „Die Länder des Südens in denen Desertec gebaut wird, müssen ebenso ausreichende Vorteile von diesem Projekt haben. Gerade in Ländern Afrikas fehlt es an ausreichender Energieversorgung“, so Markus Niedermair.
Der WWF warnt davor zu glauben, dass das Desertec-Projekt die Energieprobleme Europas alleine lösen kann. Bisher ist das Projekt nur Zukunftsmusik. „Für eine Zukunft mit sauberer Energie reicht dieses Megaprojekt bei weitem nicht aus. Desertec darf deshalb keine Ausrede sein, die nationalen Bemühungen zum Ausbau erneuerbarer Energien zu verlangsamen. Wir brauchen eine Vielfalt an Erneuerbaren Energien und natürlich dürfen wir nicht vergessen auf der Nachfrageseite die Energieeffizienz massiv zu steigern“, so WWF-Energieexperte Markus Niedermair. Der Solarstrom aus Nordafrika kann nur Teil eines globalen Portfolios sein, ebenso wie Windenergie aus dem Atlantik, Bioenergie aus Osteuropa, eine umweltverträgliche Menge an Wasserkraft sowie Erdwärme und dezentraler Solarstrom wo dies möglich ist.
Zusätzlich, so regt der WWF an, braucht es einen paneuropäischen Vertrag zur Modernisierung, Harmonisierung und Effizienzsteigerung des europäischen Stromleitungsnetzes. „Dies wäre ein wichtiger Beitrag langfristig die fossilen durch Erneuerbare Energien zu ersetzen und den Klimawandel zu stoppen“, so Niedermair.
Weitere Informationen:
Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel.: +43 1 48817 231.
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