Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize
WWF: Beim Ökostromgesetz muss endlich Tempo rein
Wien, 26. April 2017. Die Umweltorganisation WWF fordert von der Bundesregierung in Sachen Ökostromgesetz mehr Tempo ein. „Seit Jahren wird diskutiert und seit Monaten verhandelt, mittlerweile liegen konstruktive Vorschläge auf dem Tisch – und dennoch gibt es keinen mehrheitsfähigen Vorschlag, um den stockenden Ökostromausbau in Österreich wieder in Schwung zu bringen“, kritisiert Jurrien Westerhof, politischer Sprecher beim WWF.
Ein wesentlicher Knackpunkt ist die Frage, wie der notwendige Abbau der entstandenen Warteschlangen bei der Umsetzung von Projekten umgesetzt werden kann. „Den dafür nötigen Spielraum gibt es durchaus“, so Westerhof. Der WWF erhebt daher die Forderung an die Bundesregierung, gegenüber der EU jenes Selbstbewusstsein an den Tag zu legen, das sie auch sonst – etwa bei der Atom- und Flüchtlingspolitik – lebt und präsentiert.
„Die Regierung hat hier endlich ein Signal zu setzen, ansonsten wird der Eindruck genährt, dass der Verweis auf Brüssel als Ausrede eingesetzt wird und das Paris-Abkommen sowie der Klimaschutz und die Energiewende generell keine wirkliche Priorität haben. Die Bundesregierung hat die Möglichkeit, den Gegenbeweis hier anzutreten“, so Westerhof abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard Auer, WWF Pressesprecher, 0676 83488231, gerhard.auer@wwf.at
Jurrien Westerhof, politischer Leiter WWF Österreich, 0664 6126701, jurrien.westerhof@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Vergiftete Gänsegeier: Neue Spuren im Kärntner Giftfall
WWF und BirdLife: Aktuelle Genanalyse des Mageninhalts liefert neue Erkenntnisse zur Vergiftung – Wölfe könnten das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein
Artenschutz: WWF-Studie stellt Bundesländern schlechtes Zeugnis aus
WWF-Bundesländerbarometer: Nur vier von 35 Bewertungen erreichen gute Umsetzung – Große Defizite beim Management von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf – Lichtblick beim Seeadler
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt












