Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
WWF-Erfolg: Comeback des Blauflossen-Thunfisch
Er wird bis zu 4 Meter lang, über 600 Kilogramm schwer und jagt mit Spitzengeschwindigkeiten von über 70 km/h durch die Meere: Der Atlantische Blauflossen-Thunfisch ist ein beeindruckender Raubfisch an der Spitze der Nahrungskette. Doch die Bestände gerieten massiv unter Druck, vor allem durch die große Nachfrage aus der Sushi-Industrie und der industriellen Fischerei. In den 1990er-Jahren stand der Blauflossen-Thunfisch am Rande des Kollapses. Doch nach 20 Jahren konsequentem Schutz zeigen aktuelle Bestandsabschätzungen: Der Blauflossen-Thunfisch im Atlantik und Mittelmeer ist nicht mehr überfischt!
Das ist ein bedeutender Meilenstein im Artenschutz – und ein Erfolg der zeigt, dass bedrohte Bestände mit entschlossenem Handeln wieder stabilisiert werden können, wenn Meeresschützer:innen, Regierungen und Produzent:innen zusammenarbeiten. Der Bestand des Blauflossen-Thunfisch ist nun wieder auf etwa 55% des Standes in den 1950er Jahren angewachsen. Das war nur möglich, weil strenge Regulierungs- und Überwachungsmaßnahmen ergriffen wurden.
Der WWF war eine treibende Kraft in diesem Prozess. Er deckte illegale Handelspraktiken auf, sorgte für mediale Aufmerksamkeit und bewegte Entscheidungsträger:innen und Unternehmen zu verantwortungsvollem Handeln. Auch direkte Gespräche mit Marktakteur:innen zeichnet die Arbeit des WWF aus: 2010 verpflichteten sich 35 Unternehmen der Seafood-Branche im „Tuna Market Manifesto“ dazu, keinen Atlantischen Blauflossen-Thunfisch mehr zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Entscheidung, die erfreulicherweise bis heute weitgehend Bestand hat.
Wir freuen uns sehr, über das großartige Comeback des Blauflossen-Thunfisch! Doch nur durch konsequente wissenschaftsbasierte Maßnahmen, schonende Produktionsmethoden und die Mitwirkung von Händler:innen und Konsument:innen kann die langfristige Erholung der Art gesichert werden.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Inn-Aktionstag: Freiwillige aus drei Ländern im Einsatz für die Natur
Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel
Frühes Zeichen des Frühlings: erster Weißstorch des Jahres in Marchegg
Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf













