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WWF-Erfolg: Zwei Flussdelfin-Kälber im Mekong gesichtet
Erst im März konnten wir vom ersten Flussdelfin-Kalb des Jahres 2023 im Mekong berichten. Nun gibt es erneut großartige Nachrichten aus Kambodscha: Gleich zwei neue Kälber wurden in den letzten Tagen gesichtet.
Der zweite kleine Irawadi-Delfin des Jahres wurde vergangene Woche in der kambodschanischen Provinz Kratie entdeckt. Er war mit einigen anderen erwachsenen Irawadi-Delfinen im tiefen Becken in Kampi unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt war das Kalb erst drei Tage alt. Ein lokaler Tourguide aus Kratie hatte das Kalb gesichtet und dem Forschungsteam des WWF und der lokalen Fischereiverwaltung den entscheidenden Hinweis gegeben.
Das dritte Kalb entdeckten Forscher:innen erst in dieser Woche, als sie auf dem Mekong unterwegs waren, um eine Foto-Identifizierungsstudie durchzuführen. Das Forschungsteam fotografiert seit Anfang 2023 Sichtungen von Flussdelfinen entlang der Mekong-Lebensräume in den Provinzen Kratie und Stung Treng, um die Populationszahl schätzen zu können. Dabei lichteten sie auch das neue, etwa eine Woche alte Kalb ab. Es ist der erste neugeborene Irawadi-Delfin, der im tiefen Becken von Koh Konsat in der Provinz Stung Treng aufgenommen wurde. Die beiden anderen Kälber wurden im Becken von Kampi entdeckt.
Leider gibt es aber auch eine traurige Nachricht: Ein Delfinkalb wurde vergangene Woche durch eine Verwicklung in einem Fischernetz getötet. Kein Einzelfall, denn die Tiere landen immer wieder als Beifang in den Fischernetzen. Wasserverschmutzung und der Bau von Staudämmen zerstören ihren Lebensraum. Flussdelfine sind mittlerweile stark gefährdet, 2021 konnten insgesamt nur sechs Kälber gesichtet werden. Laut WWF Living Planet Report sind die Flussdelfin-Bestände im Mekong seit 1997 um 44% zurückgegangen. Deshalb ist es besonders wichtig, die verbleibenden Flussdelfine und ihren Lebensraum zu schützen. Die „River Dolphin Rivers Initiative“ des WWF hat sich zum Ziel gesetzt, den Rückgang der Flussdelfinbestände in Asien und Südamerika zu stoppen.
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