Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
WWF-Erfolg: Pinger-Projekt schützt Flussdelfine in Brasilien
Flussdelfine gehören zu den bedrohtesten Säugetieren der Erde. Immer wieder verfangen sie sich in Fischernetzen, was für die Tiere oft tödlich endet. Das führt zudem zu Konflikten mit lokalen Fischer:innen, da die Netze beschädigt werden. Doch nun gibt es Hoffnung, das Problem gezielt zu bekämpfen: Der WWF Brasilien hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Forschung und Umweltschutz (Sapopema) in einer Gemeinde am Tapajós-Fluss ein innovatives Projekt gestartet, um genau diese Konflikte zu entschärfen.
Die Lösung ist ein kleines Gerät, das aber große Wirkung zeigt: Sogenannte Pinger sind kleine Schallgeräte, die an Fischernetzen befestigt werden und akustische Signale aussenden. In der ersten Testphase mit den Fischer:innen vor Ort hielten sich die Delfine dadurch von den Netzen fern. Die Schäden an den Netzen gingen in dem einjährigen Testzeitraum um 40% zurück, und kein Tier verfing sich mehr. Auch die Fischer:innen profitierten: Ihre Fangmengen verdreifachten sich. Begleitet wurde das Projekt von einem Workshop, in dem die Bedeutung der Flussdelfine für das Ökosystem thematisiert und über Konfliktlösungen gesprochen wurde.
In der zweiten Testphase zeigten die Flussdelfine ein Anpassungsverhalten, das die Wirkung der Pinger abschwächte: Die Tiere wichen den Pingern aus oder schwammen an der Oberfläche mit dem Kopf über Wasser. Eine Herausforderung, an der nun weitergearbeitet wird, um die Vorgehensweise zu optimieren. Trotzdem: Das Pinger-Projekt hat schon jetzt das Verständnis der lokalen Bevölkerung für die Flussdelfine verbessert und es zeigt, wie durch Zusammenarbeit Lösungen gefunden werden können, von denen sowohl Menschen als auch bedrohte Arten profitieren.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark
Good News: Slowenien stoppt Kraftwerkspläne an der Mur
Aufatmen an einem der letzten großen, frei fließenden Flüsse Mitteleuropas: 8 geplante Wasserkraftwerke an der Mur werden doch nicht gebaut.
WWF-Hilferuf: Amphibien in Not am Tiroler Inn
Neue Untersuchung zeichnet drastisches Bild vom Zustand der Frosch- und Schwanzlurche – INNsieme connect setzt Hilfsmaßnahmen für bedrohte Amphibienarten













