Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
WWF erntet eine Tonne Fledermausguano in Tirol
Wien/Innsbruck/Walchsee, 7. Oktober 2008 – Eine Tonne Fledermausguano erntete die 50-köpfige Belegschaft des WWF Österreich in der Pfarrkirche im Tiroler Ort Walchsee. Die Kirche beherbergt die größte Fledermauskolonie Tirols mit bis zu 500 Tieren. In den letzten Jahrzehnten sammelte sich im Kirchturm viel Fledermauskot an, der von der Belegschaft des WWF vom Dachboden geholt wurde und zu Fledermausguano weiter verarbeitet wurde.

Der Ort Walchsee im Tiroler Unterinntal und seine Umgebung ist durch die Verbindung von Kultur- und Naturlandschaft ein sehr wichtiges Fledermausgebiet. Deshalb befindet sich im Dachboden der Walchseer Kirche die größte Fledermauskolonie Tirols. Nach der Geburt der Jungen Mitte Juni befinden sich über 500 Tiere des „Großen Mausohres“ in diesem Quartier. Weil Fledermäuse sehr viel fressen – bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichts täglich – produzieren sie auch sehr viel Kot. Dieser Kot ist ein hochwertiger biologischer Dünger und für Garten und Balkon bestens geeignet.

Die rund 50 Mitarbeiter des WWF waren anlässlich eines Workshops für zwei Tage in Walchsee. Dabei trugen sie am Ende des Workshops innerhalb weniger Stunden knapp eine Tonne des Fledermauskots aus dem Dachboden der Kirche und verarbeiteten ihn dann weiter zu handlichen Guano-Paketen. Die Guanosäcke zu jeweils einem Kilogramm werden künftig gegen eine freiwillige Spende ab acht Euro für den Fledermausschutz und die Pfarre an Gartenfreunde weitergegeben. „Solche Säuberungsaktionen sind ein Gewinn für alle. Einerseits kann man den wertvollen Dünger sehr gut nutzen. Andererseits ist die Pfarre froh, dass der Dachboden wieder sauber ist und der WWF fördert so das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen Fledermausschutz und Kirche“, freut sich Anton Vorauer, WWF-Experte und Fledermausschutzbeauftragter der Tiroler Landesregierung.
Die Akzeptanz der Fledermäuse ist neben Quartier- und Jagdhabitatschutz eine sehr wichtige Säule im Fledermausschutz. Mit großem Verständnis für die Bedürfnisse der Tiere können die 22 bedrohten Fledermausarten Tirols auch langfristig geschützt und erhalten werden.

Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231.
Fotos zur Aktion auf Anfrage: Andreas Zednicek, Presseassistenz WWF, Tel. 01-48817-239.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten













