Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
WWF-Naturschützer retten Orang-Utans in Borneo vor dem Ertrinken
Wien/Borneo, 23. 3. 2009 – WWF-Mitarbeiter im malaysischen Teil der Insel Sabah haben einen außergewöhnlichen Moment auf Bild festgehalten. Sie retteten ein Orang Utan Weibchen und ihr Junges vor dem Ertrinken. Die beiden Menschenaffen waren auf einem flussnahen Baum von einer Flut überrascht worden und saßen auf diesem für fast eine Woche fest. Dorfbewohner alarmierten die WWF-Mitarbeiter, die umgehend zu Hilfe eilten.
Mit wenig Hoffnung warfen sie der Affendame und ihrem Baby ein Seil zu. Die Affendame ergriff zu aller Überraschung das Seil und sprang in die Fluten. Normalerweise gelten Orang Utans als sehr wasserscheu. Mithilfe des Seils gelangten beide sicher ans Ufer – ihr Baby auf dem Arm und sicherstellend, das dessen Kopf immer über Wasser bleibt. Bevor beide wieder im Urwald verschwanden, nahmen sie noch Bananen und andere Früchte von den WWF-Mitarbeitern an.
Sabah ist in den vergangenen Wochen von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Die Wassermassen bedrohen auch die Lebensräume zahlreicher Arten. Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel ist davon auszugehen, dass Wetterextreme wie starke Regenfälle zunehmen und die Existenz vieler Tier- und Pflanzenarten zusätzlich gefährden.
Die Orang-Utans sind die einzigen heute noch lebenden großen Menschenaffen in Asien. Heute kommen Orang-Utans, deren malaiischer Name „Waldmensch“ bedeutet, nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor. Orang Utans leben meist in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands. Die Orang Utans leben im Gegensatz zu ihren afrikanischen Menschenaffenverwandten überwiegend als Einzelgänger. Nur zur Fortpflanzung kommen Männchen und Weibchen kurz zusammen. Wie viele Tiere in einem Gebiet vorkommen, hängt vom Nahrungsangebot ab und übersteigt nur selten die Dichte von einem Tier pro Quadratkilometer. Auf Borneo wird der Gesamtbestand des Orang-Utans auf nur noch 55.000 Tiere geschätzt.
Weitere Informationen
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich,
Die untenstehenden Fotos der Rettung können unter Quellenangabe kostenfrei verwendet werden: © WWF-Malaysia / Engelbert Dausip.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten













