In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF Österreich: Staatsgelder für Airlines an Klimaschutz-Kriterien knüpfen
Wien, am 29. April 2020. Im Vorfeld des heutigen Gipfeltreffens der Bundesregierung mit der Lufthansa-Spitze zur Zukunft der Austrian Airlines fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich, dass die beantragten Staatshilfen an wirkungsvolle Klimaschutz-Kriterien geknüpft werden müssen. „Die Klimakrise ist akut und trifft uns alle. Daher muss jede öffentliche Unterstützung der Luftfahrt-Industrie an die künftige Ausrichtung am 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimavertrages gekoppelt werden“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. „Alle Rettungsgelder, die über die akute Nothilfe für die Beschäftigten hinausgehen, müssen kritisch hinterfragt und an öko-soziale Bedingungen geknüpft werden. Weiter wie bisher darf keine Option sein.“
Im Gegenzug für die europaweit geforderten Staatshilfen müssen laut WWF insbesondere fossile Steuerprivilegien abgeschafft werden. „Wer Steuergeld will, muss dafür auch Steuern zahlen – auch und gerade für die Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch die Luftfahrt“ sagt Karl Schellmann. Erst kürzlich hat eine VCÖ-Analyse gezeigt, dass Flugkonzerne im Vorjahr allein in Österreich durch die Steuerbefreiung von Kerosin mit rund 560 Millionen Euro indirekt subventioniert worden sind.
Als weitere Kriterien für die beantragte Staatshilfe braucht es in Zukunft höhere Ticketabgaben als geplant sowie eine klare Absage an Kurzstreckenflüge und die dritte Piste beim Flughafen Wien-Schwechat. „Der Ausbau des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs würde nicht nur das Klima schonen, sondern auch neue Arbeitsplätze bringen“, nennt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann eine Alternative.
Rückfragehinweis:
WWF Österreich
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation
Mobil: +43664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













