Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF zu Bärenvorfall: Steiermark muss Schutzmaßnahmen ergreifen
Wien/Graz, 25. März 2009 – Nachdem einer der beiden letzten Bären Österreichs, Moritz, letzte Woche im steirischen Bezirk Lietzen einen Hirschen getötet hatte, stellt der WWF klar, dass das Verhalten dieses Bären in keiner Weise dem eines Problembären wie JJ 2 (Bruno) entspricht. Dazu müsste der Bär wiederholt in menschliche Siedlungen eindringen oder seine Scheu vor dem Menschen verlieren. „Wenn ein Braunbär im Winter einen Hirsch tötet, dann entspricht dies seinem normalen Artverhalten“, so Bärenexperte Christoph Walder vom WWF. Im vorliegenden Fall war es sogar so, das der Bär sehr leicht das Gatter des Hirschgeheges überwinden konnte, weil derzeit noch so viel Schnee liegt, dass der Zaun kein Hindernis für den Bären mehr war. „Wir brauchen jetzt die rasche Besenderung von Moritz um ihn besser zu schützen und sein Verhalten erforschen zu können. Weiters muss das Land Steiermark mit den Bauern und Jagdaufsehern sprechen um notwendige Maßnahmen für die Zukunft zu erarbeiten“, fordert WWF-Experte Walder.
Der WWF wünscht sich nun, dass es zu einer baldigen Anpassung des Bärenmanagements in der Steiermark kommt. Bär Moritz soll besendert und dann sofort wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Außerdem sind weitere Aufklärungsmaßnahmen in der steirischen Bevölkerung notwendig. „Bär Moritz ist ein ganz normaler steirischer Bär, der, so wie andere Bären auch, manchmal ein Tier reißt, besonders in diesem kalten, langen und schneereichen Winter“, so Walder. Der WWF will sich weiterhin für das Überleben der Bären in Österreich stark machen und fordert die Wiederansiedlung von zehn Bären in Österreich. Ohne diese Bestandsstützung würde der Braunbär in Österreich in den nächsten Jahren zum zweiten Mal aussterben – vielleicht für immer.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich
WWF: Geplantes Salzburger Landesentwicklungsprogramm befeuert Flächenfraß
Begutachtungsphase endet am Mittwoch: Regelungen für Gewerbeparks und Einkaufszentren sollen auf Kosten wertvoller Böden gelockert werden – WWF fordert Fokus auf Bestand statt Neuwidmung auf der grünen Wiese
Energiekrise: WWF fordert Spritverbrauchsbremse
Aktuelle Stellungnahme zur geplanten Mineralölsteuer-Senkung – Umweltschutzorganisation fordert Energiespar-Programme und Offensive für öffentliche Verkehrsmittel, um hohe Erdölabhängigkeit zu reduzieren
Ostern ohne bitteren Beigeschmack: WWF fordert entwaldungsfreie Lieferketten für Schokolade
Kakao-Anbau setzt Regenwälder unter Druck – Klimakrise treibt Preise an – WWF plädiert für nachhaltigen Konsum zu Ostern und fordert bessere Rückverfolgbarkeit für Kakaoprodukte
Trockenheit im Seewinkel: WWF warnt vor Lebensraumverlust für Zugvögel
Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten: WWF fordert sichere Routen
Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald













