• Wolf, © by WWF-Canon/Chris Martin BAHR
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Der Wolf: Rückkehr eines Mythos

Comeback von "Isegrim": Gutes Wolfsmanagement wichtig
In zahlreichen Sagen und Legenden spielen Wölfe eine Hauptrolle. Vielfältig ist dabei das Bild, das sich der Mensch von Isegrim gemacht hat.

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Ursprünglich war der Wolf unter den Großsäugern das Tier mit der größten weltweiten Verbreitung. Er bevölkerte die gesamte nördliche Halbkugel nördlich des 15. Breitengrades. Doch durch die intensive Verfolgung, Lebensraumzerstörung und den Rückgang seiner Beutetiere wurde der Wolf in Westeuropa und selbst in Skandinavien schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet. In Österreich gilt die Art seit mehr als hundert Jahren als „ausgestorben“. Allerdings kehren die Beutegreifer seit einigen Jahren wieder zurück. Immer wieder wandern aus Italien, der Schweiz, Slowenien und der Slowakei Wölfe ein. Ob sie dauerhaft bei uns bleiben werden wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Insgesamt leben derzeit zwischen 10.000 und 20.000 Wölfe in Europa (außerhalb Russlands).

Die Rückkehr der Wölfe könnte dort klappen, wo sich einerseits ausreichend Nahrung und ungestörte Gebiete befinden, aber andererseits vor allem dort, wo man den Wolf im Gebiet duldet. Denn als Fleischfresser, der sich vor allem von Wild, aber manchmals auch von einzelnen Nutztieren ernährt sind Konflikte vorprogrammiert.

Für den WWF ist der Wolf als autochthone Tierart ein natürlicher und unverzichtbarer Bestandteil heimischer Ökosysteme. Seine Rückkehr durch natürliche Ausbreitung wird daher vom WWF begrüßt. Um eine dauerhafte Rückkehr des Wolfes zu ermöglichen setzt sich der WWF für ein gutes Wolfsmanagement ein. Es schafft die Voraussetzungen für ein reibungsloses Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch. Die drohenden Konflikte können durch entsprechendes Handeln minimiert bzw. sogar vermieden werden. Das zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern.
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Eurasischer Wolf, © by Staffan Widstrand/WWF-Canon
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