14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
WWF Österreich begrüßt neue Natura-2000-Gebiete in Kärnten
Klagenfurt – Der WWF Österreich begrüßt die seit Jahren überfällige Nachnominierung von Natura-2000 Schutzgebieten in Kärnten, mahnt jedoch weitere Anstrengungen der Landesregierung ein. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um das seit Jahren laufende EU- Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich positiv abzuschließen. Jetzt braucht es gute Managementpläne, damit unser Naturerbe langfristig gesichert wird“, sagt Artenschutz-Experte Arno Aschauer anlässlich der heutigen Regierungssitzung in Klagenfurt, in der die Nachmeldung von 15 weiteren Natura-2000 Gebiete beschlossen wurde.
Besonders wichtig sei jetzt ein langfristig abgesichertes Schutzgebietsmanagement mit entsprechender personeller und finanzieller Ausstattung. „Reine Papiertiger bringen der Natur nichts. Der Kampf gegen das auch in Österreich belegte Artensterben erfordert konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Herstellung der Biodiversität“, so Aschauer. „Mehr Naturschutz ist eine große Chance für Kärnten. Das Natura-2000-Netzwerk bringt nachweisbare Vorteile für Tiere, Pflanzen und uns als Landnutzer“, bekräftigt Aschauer.
Der WWF Österreich fordert alle weiteren säumigen Bundesländer ebenfalls zu Nachnominierungen auf, um die EU-Verpflichtungen zu erfüllen. „Alle Bundesländer sind jetzt gefordert, ihre Hausaufgaben zu machen und sich nicht mit Stillstand oder Minimalkompromissen abzufinden. Wir sollten alle stolz auf unser Naturkapital sein und ihren Schutz konsequent verstärken anstatt eindimensional auf etwaige Probleme hinzuweisen“, sagt Aschauer. Studien zeigen, dass ein gutes Management sowohl der Natur als auch der gesamten Gesellschaft viel bringt: Die Aufwendungen für das Natura-2000-Netzwerk der EU werden mehrfach durch den Nutzen aufgewogen, der zum Beispiel durch Kohlenstoffspeicherung, Hochwasserschutz, Wasserreinigung, Bestäubung und den Schutz der Fischbestände geschaffen wird. Die EU-Kommission hat den Nutzen des Natura-2000-Netzwerks sogar auf bis zu 200 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr beziffert.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl
WWF-Pressesprecherin
Tel. 01/48817-250
E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
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