Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
Jagdvertrag im Nationalpark. WWF fordert volle Aufklärung und Runden Tisch mit LH Peter Kaiser
Seit der Verkündung des neuen Kärntner Jagdübereinkommens, wonach Luchs, Bär, Wolf, Fischotter und Goldschakal künftig im Nationalpark Hohe Tauern „nicht mehr willkommen“ sind, kursieren darüber etliche Widersprüche und Unklarheiten. Der WWF Österreich fordert daher von der Landesregierung die Offenlegung des Abkommens sowie einen Runden Tisch mit Landeshauptmann Peter Kaiser. Dabei müssen Naturschutz, Wissenschaft, Nationalparks Austria sowie die drei Verwaltungen des Nationalparks Hohe Tauern miteinbezogen werden. „Wir wissen nach wie vor nicht, welches konkrete Ziel Jägerschaft, Grundbesitzer und das Land Kärnten mit diesem naturschutzfeindlichen und potenziell EU-rechtswidrigem Übereinkommen verfolgen. Die Großen Beutegreifer sind ein wesentlicher Bestandteil heimischer Ökosysteme und Nationalparks dienen eben genau dem Schutz und der Erforschung dieser Systeme“, sagt WWF-Nationalparkexperte Bernhard Kohler.
„Die widersprüchlichen Aussagen von Landesrätin Sara Schaar und Landesrat Martin Gruber von Anfang der Woche werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Bis jetzt konnte nicht schlüssig dargelegt werden, wozu es dieses widersinnige Jagdübereinkommen im Nationalpark überhaupt braucht“, so WWF-Experte Kohler. „Die Vorgängerabkommen haben dazu gedient, das Nationalpark-Management an die internationalen IUCN-Kriterien anzupassen. Das jetzige Machwerk bewirkt das Gegenteil und wirft schon jetzt ein schlechtes Licht auf den guten Ruf des Nationalparks Hohe Tauern.“
Am Zustandekommen des Jagdübereinkommens waren nur Jägerschaft, Grundbesitzer und Politik beteiligt. Weder der Nationalpark noch der behördliche Naturschutz oder Umweltschutzorganisationen wurden einbezogen. Laut WWF Österreich müsste ein fachlich sinnvolles Übereinkommen alle relevanten Stakeholder inklusive Stimmen aus Naturschutz und Wissenschaft berücksichtigen und in erster Linie die unverzichtbare ökologische Rolle von Großen Beutegreifern betonen. „Dieses höchst problematische Jagdübereinkommen muss daher zurückgenommen und unter ökologischen Gesichtspunkten völlig neu konzipiert werden“, sagt Bernhard Kohler.
Rückfragehinweis:
Vincent Sufiyan
Pressesprecher WWF Österreich
Tel. 0676 83 488 308
E-Mail: vincent.sufiyan@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten: WWF fordert sichere Routen
Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald
WWF kritisiert Spritpreis-Populismus der Bundesregierung
Umweltschutzorganisation fordert Sofortmaßnahmen für klimafreundliche Mobilität und schrittweisen Ausstieg aus Öl und Gas: Klimaticket vergünstigen, öffentliche Verkehrsmittel ausbauen, Strukturreformen beschließen
WWF-Zählung: Gefährdete Monarchfalter erholen sich trotz anhaltender Bedrohungen
Naturschauspiel: Monarchfalter wandern 4.000 Kilometer in den Süden – Schmetterlingsmigration trotzt Herausforderungen, aber Lage weiterhin fragil
Good News: Nestor ist ältester bekannter Seeadler in Österreich
Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es kürzlich im Burgenland: Der Seeadler „Nestor“ wurde 15 Jahre nach seiner Beringung durch den WWF erneut gesichtet. Er gilt hierzulande als ältester bekannter Seeadler.
WWF: Renaturierungs-Atlas zu Flüssen zeigt Fortschritte in ganz Österreich, Lücken in Tirol
Neue Onlinekarte zeigt erstmals Weg zu EU-Renaturierungszielen – Insgesamt sollen über 2.500 Kilometer Flüsse renaturiert werden – Tirol mit Defiziten im Bundesländer-Check
WWF-Seeadler „Nestor“ lebt: Ältester bekannter Seeadler Österreichs gesichtet
15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken












