Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
Konflikt Schwarze Sulm: Keine Entscheidung nach den Verhandlungen heute
Wien/Graz, 14. August 2013 – Keine Entscheidung brachte heute die Wasserrechtsverhandlung im Schloss Hollenegg, dem Sitz eines der Kraftwerkbetreiber Alfred Liechtenstein. Das bestätigte kurz vor Mittag Hofrat Werner Fischer, Abteilungsleiter für Umweltrecht von der steiermärkischen Landesregierung. Während der amtlichen Verhandlung im Privatschloss von Liechtenstein protestierten der WWF und mehr als 40 Demonstranten vor dem Ansitz in der Weststeiermark, dem Wohnsitz von Alfred Liechtenstein. Die Demonstranten gegen den Bau des Kraftwerks an der Schwarzen Sulm riefen „Stoppen Sie das Kraftwerk!“
„Es ist unglaublicher Kniefall, dass sich die steirischen Landesbehörden in das Privatschloss des Kraftwerkbetreibers begeben um dort ein amtliches Verfahren durchzuführen“, empört sich Arno Mohl vom WWF. Nun soll vor Abschluss der Verhandlungen Umweltminister Nikolaus Berlakovich in das Verfahren einbezogen werden. Der WWF fordert eine rasche Weisung an den steirischen Landeshauptmann Franz Voves wonach das Kraftwerk im Natura 2000 Gebiet untersagt werden muss. Das Umweltministerium und die EU haben bereits deutlich klargestellt, dass an der Schwarze Sulm kein Kraftwerk gebaut werden darf.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. +43-1-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
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