In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Konik-Pferde machen das WWF-Auenreservat Marchegg zum Heuschrecken-Hotspot
Seit 2015 pflegen dort Wildpferde die Auwiesen. Der neue Projektbericht zeigt: Die Arbeit der Konik-Pferde wirkt. Durch ihr natürliches Weideverhalten sind neue Lebensräume auf den Auwiesen entstanden. So konnten sich 40 Heuschreckenarten ansiedeln, die vor dem Projektstart in diesem Gebiet nicht bekannt waren.
So schaffen die Koniks neue Lebensräume
2021 bewohnten 23 Konik-Pferde das WWF-Auenreservat Marchegg. Ihr natürliches Weideverhalten schafft auf den Auwiesen einen abwechslungsreichen Teppich aus unterschiedlichen Mikro-Lebensräumen – ein Paradies für Heuschrecken und andere Insekten. Nah nebeneinander wechseln sich kniehohe kräuterreiche Vegetation, kurz abgegraster Rasen, überständige Stauden und Sträucher ab. Wo sich die Tiere gewälzt oder gescharrt haben, bzw. auf ihren Pfaden und Trittspuren finden sich offene Bodenstellen ohne Pflanzen. Zusammen mit Höhenlage und Bodenfeuchtigkeit entstehen so zahlreiche Mikro-Habitate, die den Artenreichtum bei Insekten fördern.

Rückkehr der Heuschrecken – ein Gewinn für weitere Arten
Die Zunahme an Heuschrecken hat auch positive Effekte auf die ökologische Entwicklung der gesamten Au. Denn Großinsekten wie Heuschrecken dienen vielen Vogelarten wie den Störchen der Marchegger Kolonie, aber auch seltenen Arten wir Wiedehopf und Neuntöter als wichtige Nahrungsquelle. Der Beweis: Im kurzen Gras im direkten Umfeld der Storchen-Kolonie wurden verhältnismäßig wenige Heuschrecken gefunden werden: Die Störche suchen hier offenbar sehr erfolgreich nach Nahrung für die Jungvögel. Aber auch Wiedehopf oder Neuntöter werden immer wieder auf und um die Weideflächen herum gesichtet. Das lässt hoffen, dass sie sich wieder ansiedeln könnten.

Das Beweidungsprojekt
Seit dem Frühjahr 2015 läuft in den Unteren March-Auen ein großes Beweidungsprojekt. Konik-Pferde und Rinder leben auf einer knapp 80 Hektar großen Weidefläche. Ziel des Weideprojekts ist es, das Naturreservat noch ein Stück naturnäher zu gestalten. Durch die Beweidung soll sich ein Mosaik unterschiedlicher Lebensräume einstellen. Davon erwarten wir uns, dass sich die scharfen Grenzen zwischen Wald und Offenland auflösen und dass gefährdete Arten wie Weißstorch, Neuntöter, Totholzkäfer-Arten, und Pionierpflanzen, wie der Streifen-Klee, von der Vielzahl an neuen Nischen profitieren.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













