22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Scheitern von Durban kann eine 4-Grad-plus-Welt bedeuten
Durban, Dienstag, 6. Dezember 2011 – Der Direktor des WWF International, der US-Amerikaner Jim Leape, ist besorgt über die Entwicklungen in Durban. „Der Verhandlungsprozess ist zu wichtig für die schwer vom Klimawandel betroffenen Länder, als dass er durch die Regierungen einiger Länder vereitelt werden darf. In erster Linie brauchen wir ein Paket, das den Grünen Klimafonds endlich installiert und ausreichend Geld um ihn zu füllen“, so Leape. Der WWF-Chef kritisiert, dass die Verhandlungen zu konkreten Reduktionszielen viel zu wenig ambitioniert sind. „Es liegt noch kein einziges Szenario auf dem Tisch, das die Klimakatastrophe abwenden könnte. Die Ursache für dieses Manko ist nicht die Art der Verhandlungen sondern die Schuld liegt klar auf der Seite der Regierungen“, betont Leape und streicht hier vor allem die negative Rolle der USA heraus.
„Als wir vor einer Woche nach Durban kamen, sprachen wir über ein Klimaschutzprogramm für die Zeit nach 2012. Jetzt reden wir wegen den USA und einigen anderen Ländern schon über die Zeit nach 2020 und verlieren hier wertvolle Zeit“, warnt Leape. Der WWF befürchtet, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen in Durban über klare Reduktionsziele bis 2020 ein Anstieg der Erdtemperatur von vier Grad in Kauf genommen werden muss. Die Wissenschaft geht davon aus, dass ein Anstieg von zwei Grad gerade noch hinnehmbar wäre. Vier Grad plus können zu nicht mehr kontrollierbaren Katastrophen führen.
Der WWF kritisiert, dass die USA den Verhandlungsprozess in Durban massiv behindern und auch gegen die eigenen Interessen des Landes handeln. Immerhin mussten bereits 47 von 50 Bundesstaaten in den USA letztes Jahr wegen Wetterkapriolen, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind, den Notstand ausrufen. 14 dieser Katastrophen kosteten jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar.
Der WWF fordert, dass die USA mehr Bereitschaft und Verantwortung für ein verbindliches Klimaschutzabkommen zeigen, das alle Länder der Welt bis zum Jahr 2015 einschließt. Auch der Grüne Klimafonds muss bis dahin gefüllt sein, fordert der WWF.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF
Tel. +43-676-83488231 (vor Ort in Durban)
EMail: franko.petri@wwf.at
Blog aus Durban auf www.wwf.at
Skype: frankopetri
Facebook: www.facebook.com/WWFOesterreich
Twitter: www.twitter.com/wwfaustria; #wwf, #wwf_media
Youtube: www.youtube.com/wwfaut
Weitere Informationen auf www.panda.org/cop17
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan
Neuer Entwurf für Isel-Schutzgebiet verfehlt EU-Vorgaben
Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
Good News: Laos kämpft um Rückkehr der Tiger
Die Regierung in Laos hat einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, durch den sich die Tigerpopulation wieder erholen soll.
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung diskutieren über den Arten- und Naturschutz am Inn – Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Projekt INNsieme connect
WWF: Neue Hoffnung für den Tiger – Laos startet nationalen Aktionsplan zur Rückkehr der Großkatzen
Nur mehr rund 5.500 Tiger in freier Wildbahn – Neuer Zehn-Jahres-Plan zur Aufwertung der Tiger-Lebensräume in Laos beschlossen – WWF vor Ort zur Umsetzung im Einsatz













