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Weekend Market in Bangkok ist Zentrum für illegalen Schildkrötenhandel
Wien, 5. Dezember 2014 – Eine neue Studie zeigt, dass der berühmte Chatuchak „Weekend“ Markt in Bangkok ein Zentrum für den ausgedehnten illegalen Handel mit hochgefährdeten Land- und Süßwasserschildkröten über die Grenzen Thailands hinaus ist. Das berichtet der WWF. Der Markt ist weltweit bekannt und einer der größten seiner Art mit mehr als 15.000 Einzelgeschäften. Er gilt auch als einer der größten Haustiermärkte Südostasien. Ein Schlupfloch in Thailands Gesetzgebung ermöglicht den Handel mit gefährdeten Tierarten und muss sofort geschlossen werden, fordert der WWF.
Die mehr als zwölf Untersuchungen im Rahmen der Studie zeigen, dass zwischen November 2004 und Dezember 2013 2.667 einzelne Schildkröten dort im Handel entdeckt wurden. Die Hälfte davon waren weltweit gefährdete Arten und fast alle Schildkröten stammten von Ländern außerhalb Thailands. So stammten 871 aus Afrika, 846 aus Süd- und Südostasien, 374 von Inseln im Indischen Ozean und 372 Tiere kamen aus Australien, Papua Neuguinea und Europa. Darunter waren auch die afrikanische Spornschildkröte, die Indische Sternschildkröte und auch die Strahlenschildkröte, die sogar vom Aussterben bedroht ist.
Das Problem – so der WWF – ist, dass in Thailand laut Gesetz nur heimische Schildkrötenarten geschützt sind, nicht aber solche aus anderen Ländern. Dies eröffnet das Schlupfloch für den illegalen Handel mit gefährdeten Arten. Die Schildkröten sind nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) international geschützt und können auch an Thailands Grenzen beschlagnahmt werden, nicht jedoch, wenn sie im Land entdeckt werden. Nur wenn der illegale Import nachgewiesen werden kann, ist eine Verfolgung der Händler möglich. “Dieses Schlupfloch macht Thailand zu einem der wichtigsten Zentren im weltweiten illegalen Artenhandel”, warnt WWF-Artenschutzexperte Georg Scattolin. Der WWF fordert, dass Thailands Regierung dieses Schlupfloch so schnell wie möglich schließt, denn das Land ist auch Mitglied der CITES-Konvention.
Link zur Studie: Analysis of a decade of trade of tortoises and freshwater turtles in Bangkok
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, E-mail: franko.petri@wwf.at
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