Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WKÖ-Präsident erhält Black Globe Award für Oktober
Presseinformation Umwelt/GLOBAL 2000/Greenpeace/WWF/Klima/Energie
Wien – Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF verliehen heute zum zweiten Mal den Black Globe Award, der die prominentesten Klimawandelleugner und Klimaschutzbremser in Österreich auszeichnet. Diesmal ging der Negativpreis an den Präsidenten der Österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl. Ende 2014 sagte er in einem Ö1-Interview zu den Klimazielen der EU-Kommission, konkret zu dem Vorhaben bis zum Jahr 2030 40 Prozent des Treibhausgas-Ausstoßes zu reduzieren: „Etwas zu fordern, das schlicht nicht machbar ist, und die Industrie aus Europa zu vertreiben in andere Länder, wo die Anforderungen noch viel geringer sind – das bringt’s ja nicht.“
„Mit dieser Aussage wird nicht nur Angst geschürt, sondern es werden damit auch Unwahrheiten verbreitet“, begründet die aus ExpertInnen der Umweltschutzorganisationen zusammengesetzte Jury ihre Entscheidung für Leitl: „Unsere gemeinsame Studie ‚Energiezukunft Österreich‘ belegt klar, dass bis zum Jahr 2030 sogar 46 Prozent an Treibhausgasen, bezogen auf das Jahr 1990, eingespart werden können. Hauptfaktor ist hier der Energiesektor. Statt krankjammern sollte die Wirtschaftskammer an der notwendigen heimischen Energiewende mitarbeiten und für die österreichischen Betriebe Marktchancen und Beschäftigungspotentiale erschließen.“ Neben Leitl wurden diesmal auch der Generaldirektor von BusinessEurope, Markus Beyrer und der Geschäftsführer der E-Control, Walter Boltz für den Negativpreis im Oktober nominiert. Sie haben sich positiv zu dem Teersand-Abbau, einem umweltzerstörenden Verfahren, sowie zu der Verzögerung der Energiewende geäußert und sich damit für eine Nominierung qualifiziert.
Damit folgt WKÖ-Präsident Leitl auf die Umweltsprecherin der FPÖ, Susanne Winter, die den Black Globe Award im September erhalten hat. Der Negativpreis wird im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 monatlich von September bis November an österreichische Klimawandelleugner und Klimaschutzbremser vergeben. Von den drei Monatssiegern wird zuletzt der Gesamtsieger oder die Gesamtsiegerin gekürt und der Black Globe Award an diese Person überreicht.
Die Studie von GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF finden Sie hier: http://bit.ly/1FFjHVE
Die Zitate aller Nominierten für den Black Globe Award im Oktober finden Sie hier: http://bit.ly/1OG1OJs
Bildmaterial finden Sie unter: http://bit.ly/1N3iOJj
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung kostenlos zur Verfügung (© GLOBAL 2000)
Rückfragehinweis:
Réka Tercza, Pressesprecherin Greenpeace, Tel. 0664-8574598, E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org Franko Petri, Pressesprecher WWF, 0676-83488-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
Lisa Radda, Pressesprecherin GLOBAL 2000, Tel. 0664-5542992, E-Mail: lisa.radda@global2000.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen
Hunde-Spaziergang am Inn: Wie man Vogel-Nachwuchs schützen kann
An den Kiesbänken des Inns brüten derzeit wieder seltene Vogelarten. Doch Spaziergänger:innen und freilaufende Hunde können den Nachwuchs unwissentlich gefährden.
Statusbericht Wolf: 121 Wölfe in Österreich nachgewiesen, weniger Rudel, kaum Nachwuchs
Neuer Bericht des Österreichzentrums: Rückgang auf acht Wolfsrudel im Vorjahr, nur wenige Welpen, Rekordzahl an Abschüssen – WWF fordert mehr Herdenschutz
Brutsaison am Inn: WWF und BirdLife appellieren für mehr Rücksicht auf seltene Kiesbrüter
Gefährdete Vogelarten brüten am Inn – Steigende Bestände bei Flussuferläufern geben Hoffnung – Naturschutzorganisationen warnen vor Störungen durch Menschen












