Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF-Erfolg: Argali-Schafe kehren ins mongolische Gebirge zurück
Auf bis zu 6.000 Metern Höhe lebt die größte Schafart der Welt: Das Argali. Das Wildschaf ist in Zentralasien verbreitet, unter anderem an der Grenzregion von Russland und der Mongolei. Der WWF Mongolei begann dort 2003 mit einem Monitoring der Argali-Schafe. Damals schätzte man die Anzahl auf nur 300 Tiere auf mongolischer Seite. Weil die Tiere wegen ihrer imposanten Hörner lange illegal gejagt wurden, ist die Art extrem selten geworden. Dazu führte auch, dass sie zunehmend von den Hausviehbeständen aus ihrem Lebensraum verdrängt wurden und weniger Nahrung vorfinden.
Umso beeindruckender sind die Zahlen, die nun bei der Bestandsaufnahme im Jahr 2023 erhoben wurden: Mittlerweile leben wieder 4024 Argali-Schafe in den grenzüberschreitenden Gebieten der Provinzen Bajan-Ölgii und Uvs. Die aktuellen Zahlen wurden vom WWF Mongolei und Partner wie etwa Vertreter:innen der lokalen Abteilung für Umwelt und Tourismus sowie Hirtengemeinschaften und Ranger:innen erhoben.
Die Population von Argali-Schafen im Grenzgebiet ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Dies ist das Ergebnis von langfristigen Schutzmaßnahmen, die auch die lokale Bevölkerung miteinbezogen. Im Vergleich zu den Zahlen von 2019 wurden allein im Gebiet der Provinz Bajan-Ölgii nun 565 Argali-Schafe mehr gezählt. Einige Exemplare wurden sogar in Gebieten gesichtet, in denen sie zuvor nur selten Argali beobachtet wurden. Seit 2021 blieb der Bestand auf der mongolischen Seite stabil. Die Erfolge lassen sich zurückführen auf erfolgreiche Schutzmaßnahmen und dass die Schafe nicht mehr illegal gejagt werden. Der Anstieg der Argali-Schafe kommt auch dem Schneeleoparden zugute, weil sie eines seiner Hauptbeutetier sind.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich













