Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize
WWF: Fossil Trump geht, der Klimaschutz bleibt
Wien, 2. Juni 2017. Die gestrige Ankündigung von US-Präsident Trump, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen zu wollen, ist aus der Sicht der Umweltorganisation WWF ein Aufruf an alle verantwortungsvollen Kräfte innerhalb Regierungen, Unternehmen, Städten und Organisationen, weltweit ihre Kräfte zu bündeln und wirksamen Klimaschutz umzusetzen. „Die Maßnahmen müssen für die Menschen, die Natur und die Wirtschaft gut funktionieren, nur dann haben sie Bestand. Auch wenn Trump sich jetzt als echtes Fossil erweist, wird das Pariser Klimaschutzabkommen bestand haben. Das Abkommen ist der einzige Plan für unseren Planeten, um eine zerstörerische globale Klimakatastrophe einzudämmen. Fakt ist, Kooperation ist langfristig immer stärker als Egoismus“, so Karl Schellmann, WWF-Klimasprecher.
Im Pariser Klimaschutzabkommen haben sich nahezu alle Staaten der Welt zu einem gemeinsamen Vorgehen bekannt. Die US-Regierung will sich jetzt als einer von nur drei Staaten aus der Verantwortung stehlen – „aus heutiger Sicht ist es aber fraglich, ob die Amtszeit von Trump überhaupt ausreicht, um diesen Ausstiegsprozess abzuschließen“, so Schellmann, der abschließend darauf hinweist, dass es auch in den USA zahlreiche Unternehmen und Menschen gibt, die eine klimafreundliche Entwicklung wollen, nicht zuletzt die 3,3 Millionen Menschen, die im Sektor der erneuerbaren Energie arbeiten (mehr als in der Kohle-, Öl- und Gaswirtschaft zusammen).
Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard Auer, WWF Pressesprecher, 0676 83488231, gerhard.auer@wwf.at
Karl Schellmann, WWF Leitung Klimaschutz & Energie, 0676 83488249, karl.schellmann@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Vergiftete Gänsegeier: Neue Spuren im Kärntner Giftfall
WWF und BirdLife: Aktuelle Genanalyse des Mageninhalts liefert neue Erkenntnisse zur Vergiftung – Wölfe könnten das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein
Artenschutz: WWF-Studie stellt Bundesländern schlechtes Zeugnis aus
WWF-Bundesländerbarometer: Nur vier von 35 Bewertungen erreichen gute Umsetzung – Große Defizite beim Management von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf – Lichtblick beim Seeadler
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt












