76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
WWF Österreich: Auf Tempo-140-Stopp muss echte Mobilitätswende folgen
Wien, am 9. Februar 2020. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich begrüßt die von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler in der ORF-Pressestunde angekündigte Einstellung des Tempo-140-Abenteuers ab dem 1. März. „Gut, dass dieser Irrweg rasch beendet wird. Tempo 140 war ein völlig falsches Signal. Stattdessen braucht Österreich eine umfassende Mobilitätswende, die an den Wurzeln der Probleme ansetzt – vom Öffi-Ausbau über eine Rad-Offensive bis zur raschen Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge und der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene“, sagt WWF-Klima- und Energiesprecher Karl Schellmann.
„Jetzt ist entscheidend, dass die überfällige Mobilitätswende von der gesamten Bundesregierung mitgetragen wird und der Finanzminister die notwendigen Budgets bereitstellt. Der Aufholbedarf in Österreich ist riesig, es braucht zusätzliche Investitionen“, sagt der WWF-Experte. „Das absolut Teuerste wäre es, weiterhin nichts zu tun. Denn ohne Klimaschutz-Trendwende im Verkehr droht Österreich sogar die EU-Mindestziele zu verfehlen, was zu Budgetrisiken von mehreren Milliarden Euro führen könnte."
Die von der Vorgänger-Regierung angestrebte Ausweitung des Tempo-140-Testversuchs hätte negative Folgen für Gesundheit, Verkehrssicherheit und Klimaschutz gehabt. „Höhere Fahrgeschwindigkeiten führen zu mehr Schadstoffausstoß und Spritverbrauch und damit zu einem stärkeren CO2-Ausstoß. Die Lärmbelastung steigt, die Verkehrssicherheit sinkt“, erläutert WWF-Klimasprecher Karl Schellmann.
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation;
Mobil: +43664 501 31 58;
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich
WWF: Geplantes Salzburger Landesentwicklungsprogramm befeuert Flächenfraß
Begutachtungsphase endet am Mittwoch: Regelungen für Gewerbeparks und Einkaufszentren sollen auf Kosten wertvoller Böden gelockert werden – WWF fordert Fokus auf Bestand statt Neuwidmung auf der grünen Wiese
Energiekrise: WWF fordert Spritverbrauchsbremse
Aktuelle Stellungnahme zur geplanten Mineralölsteuer-Senkung – Umweltschutzorganisation fordert Energiespar-Programme und Offensive für öffentliche Verkehrsmittel, um hohe Erdölabhängigkeit zu reduzieren













