Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF präsentiert Weltneuheit: Erster nachhaltiger FSC-Rattanwald in Laos
Wien/Vientiane, Laos, 4. Oktober 2011 – Zum ersten Mal weltweit wurde Rattan mit dem strengen Waldschutzsiegel FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert. Der WWF und seine Partner leisteten Pionierarbeit und erreichten, dass 1.200 Hektar Wald in Laos nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet werden. Die durch das Projekt dauerhaft geschützten Rattanwälder befinden sich in der Provinz Bolikhamxay. „Die internationale Nachfrage nach FSC-Rattan ist groß, denn FSC ist ein Zertifikat, das ökologische Nachhaltigkeit garantiert“, so Sabine Gisch-Boie, Leiterin des Rattan-Programms beim WWF Österreich. Der WWF plant nun zusammen mit der laotischen Regierung die FSC-Zertifizierung auf weitere 24 Dörfer auf eine Landfläche in der Größe von 20.000 Hektar auszudehnen. Bis 2014 sollen 2.000 Tonnen Rattan nachhaltig geerntet werden.
Der WWF Österreich ist neben der Kofinanzierung durch die EU maßgeblich an diesem Projekt beteiligt, das die gesamte Produktionskette umfasst – von der Ernte über die Produktverarbeitung bis hin zum Export. „Gleichzeitig mit den Wäldern schützen wir die Artenvielfalt und sorgen dafür, dass die lokale Bevölkerung ein Einkommen hat“, so Gisch-Boie. Die Miteinbeziehung der lokalen Gemeinden spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle, denn durch die Rattanernte und Verarbeitung können Dorfbewohner ihr Einkommen um bis zu 30 Prozent steigern.

Weltweit gibt es über 600 Rattanarten, die zu den Palmengewächsen zählen. Rattan wird für die Herstellung von Möbeln und Körben genutzt. Die jungen Sprossen der Palmen dienen aber auch als
Nahrung für die lokale Bevölkerung. Leider werden die Rattan-Ressourcen an vielen Orten stark übernutzt, was zu einem Rückgang von vielen Rattan-Arten führte. Gerade in der Mekongregion existieren noch besonders artenreiche Wälder, die wir mit diesem Projekt schützen wollen. In den letzten zehn Jahren wurden in den Mekongländern über tausend neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt“, so WWF-Rattan-Manager Bouaphet Bounsourath.

Eine weitere wichtige Komponente innerhalb des Projekts ist, dass die klein- und mittelständischen Unternehmen an eine saubere und nachhaltige Verarbeitungsweise (Cleaner Production) herangeführt werden, indem in den Betrieben Material- und Energieverbrauch optimiert, sowie Abfälle und Wasserverschmutzung reduziert werden.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder E-Mail: franko.petri@wwf.at.
Folgende Fotos stehen gratis zum Download zur Verfügung und dürfen unter Nennung des Credits (im Dateinamen) verwendet werden:
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












