Fotobelege aus Wasserkraft-Restwasserstrecken – WWF fordert akute Wasserabgabe, Schutzprogramm und rasche Renaturierung der letzten Huchenflüsse
WWF-Umweltbildung: Mitmachen bei „Free Your River“
Innsbruck, am 23. Mai 2007 – Der WWF hat im Rahmen eines EU-Projekts mit Partnern aus dem gesamten Alpenraum eine mehrsprachige interaktive Website rund um den Lebensraum Fluss entwickelt. Auf der Homepage unter www.freeyourriver.net gibt es detaillierte Infos und Handlungsanleitungen für die Untersuchung und den Schutz von Flussökosystemen. Alle, die selbst aktiv werden möchten, finden Anregungen dazu auf der Website: Unter „Get active“ stehen eine Checkliste für die Erforschung der Gewässerqualität und Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.
Im „Book of the River“ dokumentieren die jungen ForscherInnen ihre Untersuchungsergebnisse und zeichnen so ein Bild „ihres“ Flusses. Für die Kommunikation mit Partnerschulen aus dem In- und Ausland steht ein Chatroom zur Verfügung; Lehrkräfte können sich im „Teacher’s Forum“ austauschen. Zielgruppe der selbsterklärenden Website, die eLearning mit dem traditionellem Unterricht verbindet, sind SchülerInnen zwischen 10 und 17 Jahren.
„Uns geht es darum, dass Kinder und Jugendliche erkennen, wie wertvoll intakte Flüsse sowohl für die Artenvielfalt als auch als Erholungsraum für die Menschen sind. Dies soll dann als Anstoß dienen, sich selbst in der eigenen Region für seinen Fluss zu engagieren“, sagt Projektleiterin Christine Radler vom WWF. „Wir möchten die jungen Leute anregen, hinauszugehen und sich das System Fluss umfassend anzusehen: Was macht diesen Lebensraum aus, wo ist menschlicher Einfluss zu sehen, welche ökologischen oder chemischen Parameter lassen sich untersuchen?“, umschreibt Radler die Initiative. Die Website kann sowohl im Biologieunterricht als auch im Sprachunterricht eingesetzt werden.
Durch die Erforschung ‚ihres’ Flusses mit Hilfe der Website, lernen die SchülerInnen auch das wissenschaftliche Arbeiten: Eigene Daten zu sammeln, Begriffe im „Glossar“ nachzuschlagen, und Informationen mit den Partnerschulen im Netz auszutauschen verspricht spannende Unterrichtsstunden. Für die Kommunikation mit den Partnerschulen aus dem In- und Ausland werden spezielle Webmethoden wie etwa eine digitale Fotoexkursion oder eine virtuelle Zukunftswerkstatt angeboten.
Auch das eigene Projekt öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, sei es online im „Book of the River“ oder im Rahmen einer Veranstaltung der Heimatgemeinde, ist Bestandteil des eLearning Projekts. Mit Beginn des neuen Schuljahres im September 2007 werden alle wesentlichen Teile der Website auch in deutscher Sprache zur Verfügung stehen.
Die gesamteuropäische Dimension des Projekts wird mit Blick auf die Partner dieses Minerva-Projekts deutlich: Schulen, NGOs, Schulbehörden und private Organisationen aus sieben Ländern haben die Website unter Federführung des WWF gemeinsam entwickelt und getestet. „Free Your River“ soll auch Initialzündung für weitere Projekte sein, die das Wissen über Flussökosysteme fördern und zugleich Schulpartnerschaften in ganz Europa begründen können.
Weitere Informationen:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817- 250
Christine Radler, WWF-Projektleiterin, Tel. 0512/57 35 34-24
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Analyse stellt Tiroler Abschuss von Forschungswolf infrage
Auswertung der Standortdaten zeigt unauffällig wandernden Wolf abseits von Ortschaften – Forschungsleiter kritisiert Vorgehen der Behörden – WWF fordert volle Aufklärung durch Landesregierung
WWF kritisiert Niederösterreichs Angriff auf Renaturierung scharf
Naturschutzorganisation: Blockade-Drohung ist fahrlässig und verantwortungslos – Wiederherstellung der Natur schützt Gemeinden vor Hitze, Hochwasser und Folgekosten
WWF: Wolfsabschüsse erreichen bereits zur Jahresmitte neuen Höchststand
Mindestens 23 Abschüsse allein im ersten Halbjahr 2026 – Von Jänner bis Juni schon mehr behördliche Tötungen als im gesamten Vorjahr – WWF kritisiert aggressives Vorgehen gegen geschützte Art
March erstmals über 30 Grad: WWF warnt vor Hitzestress für Fische
Neuer Höchstwert von 30,3 Grad bei Hohenau – Bisheriger Rekord aus 2018 deutlich überschritten – WWF fordert Ausweitung von Renaturierungsprojekten
WWF-Kritik an Linzer “Österreich-Deklaration”: Stillstand beim Bodenschutz wird zementiert
Zitierte ÖROK-Zahlen zeigen massive Zielverfehlung von Bund und Ländern
Hitze – WWF fordert Sonderbudget für Entsiegelung und Renaturierung
Bund und Länder sollen Gemeinden beim Umbau stark versiegelter Orte unterstützen – Zusätzliche Mittel für Begrünung, naturnahe Gewässer und mehr Wasserrückhalt – EU-Renaturierungsgesetz ambitioniert umsetzen
WWF und BirdLife fordern „Aktion scharf gegen Giftköder“
Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen













