Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
WWF warnt vor rechtswidriger Wolfsverordnung in Vorarlberg
Der Entwurf der neuen Wolfsverordnung in Vorarlberg verstößt gegen europäisches Artenschutzrecht und könnte rechtswidrige Abschüsse ermöglichen. Das kritisiert die Naturschutzorganisation WWF in einer aktuellen Stellungnahme anlässlich der heute, Montag, endenden Begutachtungsphase. Insbesondere bemängelt der WWF, dass laut Entwurf Wölfe auch ohne eindeutige individuelle Identifizierung getötet werden könnten. „Das ermöglicht pauschale Abschüsse durch die Hintertür. In der geplanten Form widerspricht die Verordnung den europäischen Rechtsvorgaben und dem Vorarlberger Jagdgesetz, das Einzelfallprüfungen vorsieht“, sagt WWF-Experte Christian Pichler.
Der WWF fordert daher eine Überarbeitung der Verordnung sowie ein modernes Wolfsmanagement, das auf fachgerechten Herdenschutzmaßnahmen aufbaut. „Nutztiere sollten generell besser geschützt werden. Das würde auch Krankheiten und Abstürze reduzieren“, sagt Pichler. Der WWF-Experte verweist zudem auf die ökologische Schlüsselrolle der Wölfe. „Als großer Beutegreifer hilft der Wolf, übermäßig hohe Wildbestände zu regulieren und die Artenvielfalt und die Waldverjüngung zu fördern“, sagt Pichler.
Geplante Verordnung in mehreren Punkten rechtswidrig
Der Wolf befindet sich in Österreich weiterhin nicht in einem günstigen Erhaltungszustand. Entnahmen sind laut EU-Recht daher nur in eng begrenzten Ausnahmefällen zulässig und müssen nachweislich mit der Erhaltung der Art vereinbar sein. „Diese Voraussetzungen werden durch die geplante Wolfsverordnung nicht erfüllt“, sagt Christian Pichler vom WWF. Zudem verstoße der Entwurf gegen die völkerrechtlich bindende Aarhus-Konvention, weil die darin verankerten Beteiligungsrechte und Kontrollbefugnisse der Öffentlichkeit fehlen.
Die aktuelle Stellungnahme ist auf der WWF-Website abrufbar.
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima










